Lenzing Targets & Strategy

Ziele und Strategie

Lenzings Nachhaltigkeitsstrategie & Ziele

Ziele und Strategie

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie „Naturally Positive" folgt drei strategischen Prinzipien. Sie konzentriert sich auf jene Bereiche, in denen Lenzing die größte Wirkung erzielt – etwa Klimaschutz, Ressourceneinsatz und verantwortungsvolle Produktion – unterstützt durch definierte Ziele, laufende Investitionen und kontinuierliche Prozessverbesserungen.

Dieser Rahmen bildet zudem die Grundlage für Lenzings Beitrag zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und richtet die Geschäftstätigkeit an international anerkannten Nachhaltigkeitsprioritäten aus.

Nachhaltigkeitsstrategie

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

KERNBEREICHE

Unsere strategischen Kernbereiche

Nachhaltige Rohstoffsicherung

Holz und Faserzellstoff sowie Prozess-Inputs sind Schlüsselrohstoffe für Lenzing. Verantwortungsvolle Beschaffung wird durch strukturiertes Lieferantenmanagement und definierte Beschaffungsstandards unterstützt. Dazu zählen die Lieferantenauswahl auf Basis von Zertifizierung und Risikobewertung, laufende Überwachung der Beschaffungspraktiken sowie die Ausrichtung an anerkannten Waldzertifizierungssystemen (wie FSC® oder PEFC). Lenzing bezieht weder Holz noch Zellstoff aus umstrittenen oder Hochrisiko-Regionen und setzt entsprechend definierte Beschaffungsstandards. Das Unternehmen setzt auf einen effizienten Rohstoffeinsatz und die kontinuierliche Verbesserung der Beschaffungspraktiken, um eine zuverlässige Versorgung und verantwortungsvolle Produktion zu unterstützen.

Verantwortungvoller Umgang mit Wasser

Wasser ist eine wertvolle Ressource, und verantwortungsvolles Wassermanagement ist fester Bestandteil von Lenzings Produktionsprozessen. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, den Wasserverbrauch zu senken und die Wasserqualität durch Prozessoptimierung und weiterentwickelte Aufbereitungssysteme zu verbessern. Umweltauswirkungen auf Gewässer werden durch kontrollierte Prozesse und die Einhaltung definierter Standards gesteuert. Zudem entwickelt Lenzing Faserlösungen, die den Wasserverbrauch in nachgelagerten Verarbeitungsschritten reduzieren können, gestützt auf Ergebnissen von Lebenszyklusanalysen (LCA). Lenzing-Fasern sind unter definierten Bedingungen (u. a. industriell, häuslich, im Boden und im Meer) als biologisch abbaubar und kompostierbar zertifiziert.

Nachhaltige Innovationen

Innovation ist ein zentraler Treiber dafür, wie Lenzing seine Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle verbessert. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von Faserlösungen, die Optimierung von Produktionstechnologien und die Weiterentwicklung zirkulärer, ressourcenschonender Ansätze. Dazu zählen Investitionen in Forschung und Entwicklung, kontinuierliche Prozessverbesserungen sowie die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Innovationsaktivitäten.

Menschen fördern und befähigen

Menschen stehen im Mittelpunkt des Wandels. Lenzing unterstützt dies, indem das Unternehmen ein Umfeld schafft, in dem Mitarbeitende Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können. Durch klare Richtlinien, Schulungsprogramme und regelmäßige Bewertungen fördert Lenzing faire und respektvolle Arbeitsbedingungen. Dies umfasst Maßnahmen in den Bereichen Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit, Diversität und Inklusion sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung entlang der eigenen Geschäftstätigkeit und in Partnerschaften. Darüber hinaus arbeitet Lenzing mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um verantwortungsvolle Praktiken zu fördern und kontinuierliche Verbesserungen zu unterstützen.

Partnerschaften für den systemischen Wandel

Nur durch partnerschaftliches Handeln können wir die komplexen Herausforderungen der Nachhaltigkeit meistern. Ein hohes Maß an Transparenz ermöglicht es uns, langfristig Vertrauen zu unseren Partnerinnen und Partnern aufzubauen. Dies ist die Voraussetzung für einen regelmäßigen Gedankenaustausch und Grundlage, um unterschiedliche Sichtweisen zu vereinen, globale Trends zu verstehen und Risiken zu reduzieren. So arbeitet Lenzing beispielsweise an branchenübergreifenden Geschäftsmodellen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Gesellschaftliches Wohl fördern

Lenzing trägt zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Gemeinden und Regionen bei, in denen das Unternehmen tätig ist. Dazu zählen sichere und umweltverantwortliche Betriebsabläufe sowie faire Beschäftigungspraktiken. Die weltweiten Aktivitäten von Lenzing sichern mehr als 25.000 Arbeitsplätze, einschließlich direkter Beschäftigung und Arbeitsplätzen in verwandten Wirtschaftszweigen.

Unser Beitrag zum Klimaschutz

Der Umgang mit Treibhausgasemissionen ist ein zentraler Schwerpunkt für Lenzing. Das Unternehmen hat wissenschaftlich fundierte Ziele definiert und sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen (nach Definition von SBTi). Dazu zählen Maßnahmen wie die Verbesserung der Energieeffizienz, der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien sowie die Optimierung von Produktionsprozessen zur langfristigen Emissionsreduktion.

Nachhaltigkeitsstrategie

ZIELE

Lenzing legt die Messlatte höher – unsere Nachhaltigkeitsziele

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie „Naturally Positive" definiert Lenzing zentrale Schwerpunktbereiche, die ihre Umwelt- und Sozialauswirkungen adressieren. Diese Bereiche werden durch definierte Ziele unterstützt, durch operative Maßnahmen umgesetzt und regelmäßig überwacht. Die Schwerpunktbereiche sind an ausgewählte Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) ausgerichtet, darunter Klimaschutz, verantwortungsvoller Konsum und Produktion sowie menschenwürdige Arbeit. Detaillierte Informationen zu Zielen, Umsetzungsmaßnahmen und Fortschritten finden Sie in Lenzings Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht.

  • Ziel „Luftemissionen“: Reduzierung der Schwefelemissionen der Lenzing Gruppe um 50 Prozent bis 2023 (Ausgangsbasis 2014)

  • Ziel „Textilrecycling“: Angebot von Viscose-, Modal- und Lyocell-Stapelfasern mit bis zu 50 Prozent Alttextilien-Recyclinganteil im industriellen Maßstab bis 2025

  • Ziel „Kreislaufwirtschaft“: Umsetzen eines neuen Kreislaufwirtschaft-Geschäftsmodells durch Schließen der Kreisläufe für Alttextilien; Zusammenarbeit mit 25 wichtigen Unternehmen der Lieferkette bis 2025

  • Ziel „ZDHC Viscose“: Erreichen des Status „aspirational“ der ZDHC MMCF-Abwasser- und Luftemissions-Richtlinien in den Lenzing Viscoseanlagen bis 2024

  • Ziel „ZDHC Lyocell“: Erreichen des Status „aspirational“ der ZDHC MMCF-Abwasser-Richtlinie und der Richtlinien für eine verantwortungsvolle Produktion in den Lenzing Lyocellanlagen bis 2028

  • Ziel „Abwasser“: Reduzierung der Abwasseremissionen (Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)) der Lenzing Gruppe um 20 Prozent bis 2024 (Ausgangsbasis 2014)

  • Ziel „Naturschutzprojekt Albanien“: Umsetzung von Maßnahmen zur Walderhaltung für 20 ha in Albanien in Kombination mit einem Social-Impact-Projekt bis 2024

  • Ziel „Naturschutzfläche Brasilien“: Umsetzung von Maßnahmen zum Naturschutz und zur Walderhaltung am neuen Zellstoffproduktionsstandort in Indianópolis (Brasilien) auf 15.000 ha bis 2030

  • Ziel „Naturschutzprojekte“: Ausweitung des Engagements für Walderhaltung, Schutz der Biodiversität und Aufforstung in Regionen mit gefährdeten Wäldern bis 2025

  • Ziel „Einbeziehung von Lieferanten“: Einbeziehung der Lieferanten, auf die mehr als 80 Prozent der Ausgaben entfallen, ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern

  • Ziel „FEM“: Implementierung und jährliche Aktualisierung des Facility Environmental Module (FEM) in allen Zellstoff- und Faserproduktionsanlagen und Weitergabe verifizierter Module an Kunden ab 2024

  • „Kurzfristiges wissenschaftlich fundiertes Ziel“: Verringerung der absoluten Treibhausgas (THG)-Emissionen der Scopes 1 und 2 um 42 Prozent und der absoluten THG-Emissionen des Scopes 3 um 25 Prozent bis 2030 (Ausgangsbasis 2021)

  • „Langfristiges wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel“: Erreichen einer mindestens 90-prozentigen Reduzierung der absoluten THG-Emissionen (Scopes 1, 2 & 3) (Ausgangsbasis 2021)

  • Ziel „Sozialstandard“: Dauerhaft gültiges, unabhängig auditiertes und akkreditiertes Zertifikat eines Sozialstandards für jeden Produktionsstandort der Lenzing Gruppe (Faser und Faserzellstoff) bis 2024

  • Ziel „Chancengleichheit, Diversität und Inklusion“: Schaffung eines förderlichen Arbeitsumfelds durch Achtung der Menschenrechte, des Wohlbefindens der Mitarbeiter:innen und der Vielfalt

  • Ziel „Einbeziehung der Gemeinden“: Kontinuierliche Unterstützung der Entwicklung der lokalen Gemeinschaften in der Umgebung der Lenzing Produktionsstandorte und Unterstützung von Sozialprogrammen bis 2025 und darüber hinaus

SDGS

Lenzing's Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung

SDG-Ziel 1: Keine Armut
Keine Armut

Lenzing leistet einen Beitrag durch Social-Impact-Projekte, die die ländliche Entwicklung und alternative Einkommensmöglichkeiten unterstützen. So unterstützen beispielsweise Initiativen für nachhaltige Landwirtschaft und Agroforstwirtschaft Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, indem sie die Produktivität steigern, die Klimaresilienz stärken und neue Einkommensquellen schaffen.

SDG-Ziel 3: Gute Gesundheit und Wohlbefinden
Gesundheit und Wohlergehen

Lenzing bietet betriebsärztliche Versorgung an seinen Produktionsstandorten, ergänzt durch Partnerschaften mit regionalen Gesundheitsdienstleistern. Dazu zählen Präventionsprogramme und standortspezifische Gesundheitsleistungen, angepasst an lokale Gegebenheiten.

SDG-Ziel 5: Gleichstellung der Geschlechter
Geschlechtergleichheit

Lenzing fördert Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion durch interne Programme, darunter Schulungen, Mitarbeiterinitiativen und gezielte Maßnahmenpläne. Einige Entwicklungsprojekte umfassen zudem geschlechterbezogene Maßnahmen wie Genderanalysen und Umsetzungspläne.

SDG-Ziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen
Saubereres Wasser und Sanitäreinrichtungen

Lenzing steuert Wasserverbrauch und -einleitung durch definierte Ziele und operative Maßnahmen. Dazu zählen die Reduzierung von Abwasseremissionen sowie Investitionen in Aufbereitungsinfrastruktur und Prozessverbesserungen an den Produktionsstandorten.

SDG-Ziel 7: Erschwingliche und saubere Energie
Bezahlbare und saubere Energie

Lenzing leistet einen Beitrag durch die Verbesserung der Energieeffizienz und den Einsatz von Energierückgewinnungslösungen in der Produktion. Weitere Maßnahmen umfassen die Optimierung des Energieeinsatzes sowie die Anpassung von Energiequellen, wo technisch machbar.

SDG-Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Lenzing trägt über seine Produktionsstandorte und Lieferketten zu lokalen Volkswirtschaften bei. Laut einer Wirtschaftsstudie für 2023 sichern die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens mehr als 25.000 Arbeitsplätze, wobei jeder direkte Arbeitsplatz zusätzliche Beschäftigung in verwandten Branchen schafft.

SDG-Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
Industrie, Innovation und Infrastruktur

Lenzings Innovationsaktivitäten konzentrieren sich auf die Verbesserung von Produktionsprozessen, die Steigerung der Ressourceneffizienz und die Entwicklung neuer Faserlösungen. Nachhaltigkeitskriterien sind in Forschung, Entwicklung und operative Verbesserungen integriert.

SDG-Ziel 10: Verringerung von Ungleichheiten
Weniger Ungleichheiten

Lenzing wendet Richtlinien zu Menschenrechten und Arbeitsstandards in seinem gesamten Betrieb und entlang der Wertschöpfungskette an, einschließlich Regelungen zu Diskriminierungsschutz und fairen Arbeitsbedingungen, unterstützt durch regelmäßige Bewertungen interner und externer Praktiken.

SDG-Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Nachhaltige Städte und Gemeinden

Lenzing engagiert sich durch langfristige Initiativen in Gemeinden nahe ihrer Produktionsstandorte. Dazu zählen Umweltprogramme, Bildungsangebote und lokale Entwicklungsförderung. Am Standort Purwakarta umfassen die Initiativen beispielsweise Abfallmanagementprogramme, Umweltbewusstseinskampagnen und Schulungen zur Verbesserung der lokalen Lebensgrundlagen.

SDG-Ziel 12: Verantwortungsbewusster Konsum und Produktion
Nachhaltiger Konsum und Produktion

Lenzing unterstützt verantwortungsvolle Produktion durch effizienten Ressourceneinsatz, zertifizierte Beschaffung und integrierte Produktionskonzepte wie Bioraffinerien. Recyclingtechnologien und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette tragen zu zirkulärer Materialnutzung bei.

SDG-Ziel 13: Klimapolitik
Maßnahmen zum Klimaschutz

Lenzing hat wissenschaftlich fundierte Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen definiert und sich das Ziel gesetzt, Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Zu den Maßnahmen zählen die Verbesserung der Energieeffizienz, der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien sowie die Optimierung von Produktionsprozessen.

SDG-Ziel 14: Leben unterhalb des Wassers
Leben unter Wasser

Lenzing entwickelt Fasern, die unter definierten Bedingungen biologisch abbaubar sind. Damit unterstützt das Unternehmen die Verringerung der Persistenz von Materialien in aquatischen Ökosystemen und leistet einen Beitrag zur Reduzierung möglicher Umweltauswirkungen.

SDG-Ziel 15: Leben an Land
Leben an Land

Lenzing unterstützt den Schutz von Biodiversität und Ökosystemen durch Erhaltungs- und Wiederherstellungsprojekte. Dazu zählen Aufforstung, Wiederaufforstung und nachhaltige Landbewirtschaftungsinitiativen in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und Partnern.

SDG-Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Lenzing unterhält Compliance-Systeme zur Unterstützung ethischer Geschäftspraktiken. Dazu zählen Richtlinien, Audits und eine Whistleblower-Plattform, die es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie externen Stakeholdern ermöglicht, Bedenken zu melden.

SDG-Ziel 17: Partnerschaften für die Ziele
Partnerschaften zur Erreichung von Zielen

Lenzing arbeitet mit Stakeholdern entlang der Wertschöpfungskette zusammen, darunter NGOs, Entwicklungsorganisationen und Branchenpartner. Viele Initiativen werden über Multi-Stakeholder-Partnerschaften umgesetzt, die ökologische und soziale Ziele miteinander verbinden.

Wissenschaftlich bestätigtes Netto-Null-Ziel

Lenzings Klimaziele wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert, einem international anerkannten Rahmenwerk zur Bewertung von Treibhausgas-Reduktionszielen. Diese Validierung bestätigt, dass die Ziele des Unternehmens mit der etablierten Klimawissenschaft im Einklang stehen.

Lenzing zählte zu den ersten Herstellern der Cellulosefaserindustrie, die wissenschaftlich fundierte Ziele definiert haben – zum ersten Mal in 2019 –, mit dem Fokus auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris.

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