Ökologische Verantwortung

Faserzellstoff

Bioraffinerie des Holzes

Standort Lenzing

Am Standort Lenzing befindet sich die größte integrierte Faserzellstoff- und Faserproduktion der Welt.

Neben dem hohen betriebswirtschaftlichen Nutzen der integrierten Zellstoffproduktion birgt diese Produktionsweise viele ökologische Vorteile. Gegenüber nicht integrierten Standorten spart Lenzing doppelt: durch kurze Transportwege sowie das Entfallen der energieintensiven Trocknung und Verpackung des Faserzellstoffs.

Bioraffinerie des #Holzes

Darüber hinaus werden die Prozessabwärme und die Verbrennungswärme von Rinde und Reststoffen aus dem integrierten Produktionsprozess ressourcenschonend genutzt und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht.

Die Erzeugung von Co-Products wie etwa Essigsäure, Furfural, Xylose und Natriumcarbonat (Soda) leistet einen zusätzlichen Beitrag zur Erhöhung der Gesamtholzausbeute und der Wertschöpfung. Diese kombinierte Erzeugung von Faserzellstoff und anderen Produkten ist beispielgebend als Bioraffinerie-Konzept.

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Der Standort Lenzing produziert den zur Faserherstellung benötigten Zellstoff selbst. In Lenzing verwendet man traditionell ein Gemisch aus vornehmlich Rotbuche, aber auch Esche und Ahorn, als Basis für den Faserzellstoff.

Optimale stoffliche Nutzung

Die Stämme werden entrindet, zu Hackschnitzeln zerkleinert und in einer Magnesium-Bisulfit-Kochlauge bei etwa 150° Celsius aufgeschlossen. Dabei wird der Celluloseanteil – das sind fast 40% des #Holzes – als Rohzellstoff abgetrennt. Der Rohzellstoff wird mit Hilfe von Sauerstoff, Ozon und Wasserstoffperoxid völlig chlorfrei gebleicht und zu Blatt- oder Flockenzellstoff verarbeitet.

Die übrigen Holzinhaltsstoffe verbleiben mit den Kochchemikalien in der so genannten Dünnlauge. In weiteren Verfahrensschritten werden daraus vermarktbare Co-Products wie Essigsäure, Furfural und Xylose gewonnen.

In den letzten Jahren konnte die stoffliche Nutzung des #Holzes so weit erhöht werden, dass jetzt rund die Hälfte des #Holzes in Produkte umgewandelt wird. Aus dem verbleibenden Rest werden die Kochchemikalien zurückgewonnen. Die nicht stofflich verwertbaren Bestandteile in der so genannten Dicklauge (wie Lignin) werden energetisch genützt. Diese dient als wichtigster Energieträger im Werk.

Zellstoff-Produktionsprozess
chemische Kreisläufe, Co-Produkte
Standort Lenzing, vereinfachte Darstellung
Zellstoffproduktion

*) Sauerstoff, Wasserstoffperoxid, Ozon

Die Zellstoffproduktion in Lenzing ist nicht nur energiemäßig autark, sondern produziert sogar einen Energieüberschuss. Sowohl die überschüssige Wärme (Dampf) als auch der überschüssige Strom werden am Standort Lenzing für die Faserproduktion verwendet.

Die Herstellung von Fasern aus Zellstoff nach dem Viscoseverfahren ist ein chemisch-technologischer Prozess, der in mehreren Verfahrensstufen abläuft.

Produziert wird in Kreisläufen mit dem Einsatz von Rückgewinnungsanlagen. Dadurch kann ein erheblicher Anteil der eingesetzten Chemikalien wiederverwertet werden.

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