Lenzing AG eröffnet weltweit einzigartige Viskosefaser-ProduktionsstraßeMODERNSTE NONWOVENS-TECHNOLOGIE SICHERT QUALITÄTSFÜHRERSCHAFTMit einer Investitionssumme von über EUR 20 Mio und nach einer Rekordzeit von nur ei-nem Jahr wurde die mit neuester Technologie ausgestattete Viskosefaser-Produktionsstraße im Sommer in Betrieb genommen. Heute findet in Lenzing die offizielle Eröffnung statt. Zu den zahlreich geladenen Gästen zählen Kunden aus dem Bereich Nonwovens und wichtige Geschäftsvertreter aus Europa und Asien. Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes der Lenzing AG, freut sich: „Besonders stolz sind wir darauf, dass über 90 Prozent der Leistung für diese Hightech-Anlage aus dem eigenen Unternehmen stammen. Federführend bei Planung und Bau war unsere Tochtergesellschaft Lenzing Tech-nik hier am Standort.“ Wachstumsmarkt NonwovensAm Standort Lenzing werden bereits 58 % Spezialfasern erzeugt, darunter auch Nonwovens-Fasern. Die neue Anlage ist speziell für die Anforderungen der Nonwovens-Industrie ausgelegt. Nonwoven bedeutet „nicht gewebt“ – die aus diesen Fasern hergestellten Vliesstoffe finden ihren Einsatz in sensiblen Bereichen wie Hygiene, Medizin und Kosmetik. Die bekanntesten Produkte sind feuchte Wischtücher, die in der Babypflege und als Abschmink- und Erfrischungstücher ihren Einsatz finden. Im Medizinbereich werden solche Vliesstoffe als Wundauflagen, Operationstupfer und als Komponenten für Operationsbekleidung eingesetzt. Ein weiteres stark wachsendes Segment stellt der Haushaltsbereich dar. Erfolgsfaktor QualitätMit der neuen Faserstraße wird in der Nonwovens-Industrie ein neuer Qualitätsmaßstab gesetzt: Sie ist aus speziellen Materialien gefertigt, um den besonders hohen Anforderungen bezüglich Reinheit zu entsprechen. Aufwändige Qualitätsprüfungen sichern Lenzing eine Top-Position in dem vom Faserzyklus weniger abhängigen und somit strategisch wichtigen Wachstumsbereich. Weltweit modernste Viskosefaser-ProduktionsstraßeDie Anlage wird mit Hilfe eines Prozessleitsystems gesteuert und verfügt über 150 Spinnstellen. Diese erbringen eine Tagesleistung von über 100 Tonnen. Die Wärmetauscherleistung des 50 m langen Fasertrockners mit Arbeitsbreite von 3 m liegt bei etwa 6000 Kilowatt. Bei der Nachbehandlung werden die Fasern auf einer Länge von 40 m in dreizehn Waschfeldern gereinigt. 200 Personen waren rund acht Monate mit der Fertigung und Montage der Anlage beschäftigt: Das entspricht einer Arbeitsleistung von rund 160.000 Arbeitsstunden und einem Materialaufwand von 1.500 Tonnen. Beispielsweise wurden 25.000 Laufmeter Rohrleitungen sowie 150.000 Laufmeter elektrische Leitungen verlegt. In den Schalträumen befinden sich über 50.000 Kontakte. Mit jeder Faser erfolgreichDer deutliche Strukturwandel mit der Optimierung des Produktmixes und den Kostensenkungsprogrammen, den die Lenzing Gruppe in den letzten Jahren vollzogen hat, schlägt sich weiterhin eindrucksvoll in den Ergebnissen nieder. Insbesondere mit der Inbetriebnahme der Faserstraße setzt Lenzing nun auch technologisch neue Maßstäbe. Darüber hinaus festigt das oberösterreichische Unternehmen seine Position als weltweit führender Produzent von Spezialfasern. Die Lenzing Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2000 einen Umsatz von EUR 664,1 Mio, 63% des Umsatzes entfielen auf das Geschäftsfeld Fasern. Die Gesamtproduktion der Lenzing Standorte erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 1999 um 14% auf 335.000 Tonnen Fasern. Die Lenzing Gruppe konnte in den letzten zehn Jahren den Marktanteil von 9% auf 20% anheben. Am Standort Lenzing sind 1319 Mitarbeiter im Geschäftsfeld Fasern und über 100 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.
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