Lenzing AG: Interner Forschungspreis als Innovationsmotor

Zur guten Entwicklung von Lenzing trägt der Bereich Forschung und Entwicklung maßgeblich bei. Um diesem Umstand sichtbaren Ausdruck zu verleihen vergibt Lenzing ab heuer für herausragende Innovationen am Gebiet der Manmade-Cellulosics interne Forschungsawards: Unter zahlreichen eingereichten Projekten wurden drei ausgewählt und mit der Prof. Th. N. Kleinert-Medaille ausgezeichnet.

Dipl.Kfm. Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes und zuständig für Forschung, hat den Lenzinger Forschungsaward ins Leben gerufen. Werz betont: „Die breite Produktpalette der Lenzing AG, die Wertschöpfung aus den Nebenprodukten der Zellstofferzeugung und stetige Effizienzsteigerungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die gute Marktstellung des Unternehmens. Maßgeblichen Anteil daran hat die seit Jahrzehnten betriebene konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Der Forschungsaward soll mit dazu beitragen, unseren Innovationsmotor auch weiterhin auf Hochbetrieb zu halten. Nicht zuletzt soll er auch unserer Anerkennung Ausdruck verleihen.“

Prof. Th. N. Kleinert-Medaille

Der Sprecher des Vorstandes Dipl.Kfm. Jochen Werz verlieh drei Prof. Th. N. Kleinert-Medaillen für Projekte aus der Lyocellfaser-, Viskose- und Zellstoff-Forschung. Prof. Th. N. Kleinert war von 1943 bis 1953 als erster Forschungsleiter in Lenzing tätig, bevor er ans Pulp& Paper Research Institute in Kanada berufen wurde. Er war einer der international anerkannten Väter der Zellulosechemie. Der interdisziplinäre Charakter der erfolgreichen Projekte kann auch aus der Zusammensetzung der Projektteams ersehen werden: Zu den Mitgliedern zählen auch Mitarbeiter aus Produktion, Technik und Umweltschutz.

DDr. Haio Harms, Leiter des Bereiches Forschung und Entwicklung, erklärt: „Wir konnten mit unserer Forschung ein in Europa einzigartiges Kompetenzzentrum für Zellulose und zellulosische Produkte aufbauen, bei dem die Ursachen für die Erfolge in der Zusammenarbeit und gegenseitigen Ergänzung der drei Bereiche Zellstoff, Viscose- und Lyocellforschung zu finden sind. Prof. Kleinert als erster in einer Reihe international anerkannter Lenzinger Forschungsleiter steht dabei für die Kontinuität und Ausdauer, die für den Aufbau eines derart erfolgreichen Bereiches unerlässlich sind.“

Strategischer Erfolgsfaktor: Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung der Lenzing AG versteht sich als Kompetenzzentrum auf den Gebieten Holz-, Zellstoff-, Faser- und Textilchemie samt den hierfür erforderlichen analytischen und umweltrelevanten Verfahren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2000 rund 2% des Umsatzes. Die Lenzinger F&E ist in ein Netzwerk universitärer und industrieller Kooperationspartner eingebunden.

Inhalte der F&E-Aktivitäten sind Produktentwicklungen, die Optimierung von Herstellverfahren zur Verbesserung der Qualität, der Effizienz und der Umweltverträglichkeit und die Unterstützung der Kunden hinsichtlich der Weiterverarbeitung der Produkte. Die Leistungen der Lenzinger Forschung werden innerhalb und außerhalb der Lenzing Gruppe angeboten. Externe Kunden kommen aus den verschiedensten holzverarbeitenden, zellstofferzeugenden und zellstoffverarbeitenden Industrien.