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Verjüngung im Vorstand der Lenzing AG

19.12.1997

In der heutigen Aufsichtsratsitzung wurde das einvernehmliche Ausscheiden von Generaldirektor Dr. Heinrich E. Stepniczka, Jahrgang 1940, und Finanzchef Dr. Peter Skoupy, Jahrgang 1939, aus dem Vorstand der Lenzing AG per Mitte 1998 beschlossen. Mit diesem Schritt wird gleichzeitig eine Verjüngung des Vorstandes, der letztlich aus nur drei Mitgliedern bestehen soll, eingeleitet.

Zum Sprecher des Vorstandes der Lenzing AG wurde heute Mag. Martin Lenz, Jahrgang 1950, und derzeit Vorstandssprecher der Quelle Aktiengesellschaft, bestellt. Lenz studierte Handelswissenschaften an der WU Wien und war unter anderem bei Elektra Bregenz, der Kosmetik-Gruppe Greiter und Wolford in führenden Positionen tätig. Er wird voraussichtlich im zweiten Quartal nächsten Jahres in das Unternehmen eintreten und dann auch die Finanzagenden im Vorstand übernehmen.

Dr. Stepniczka trat 1988 in den Vorstand der Lenzing AG ein und war seit 1989 Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor des Faserkonzerns. Er wird ebenso wie Dr. Skoupy dem Unternehmen weiterhin für Spezialaufgaben zur Verfügung stehen.

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Walter Baumgartinger wird nach über 46 Dienstjahren Ende Jänner 1998 in den Ruhestand treten und scheidet damit aus dem Aufsichtsrat der Lenzing AG aus.

Deutlicher Aufwärtstrend ab 1998; Restrukturierungskosten durch Vorsorgen 1997 abgedeckt

In der heutigen Aufsichtsratsitzung wurde auch der vorläufige Jahresabschluß 1997 diskutiert. Er sieht für die Lenzing AG eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 1996 von rund 200 Mio. ÖS vor. Auf Konzernebene werden für weitere Restrukturierungen erhebliche Vorsorgen gebildet.

Aufgrund der schwierigen währungspolitischen Situation in Asien wird jedoch das indonesische Beteiligungsuntemehmen SPV negativ abschließen. Dies, sowie die planmäßigen Anfahrverluste bei Lyocell und ein unerfreuliches Ergebnis bei Bacell / Brasilien werden eine deutliche Verschlechterung des Jahresergebnisses des Lenzing-Konzerns 1997 zur Folge haben.

Mit den 1997 getroffenen bilanziellen Vorsorgen für weitreichende Restrukturierungen ist jedoch ab 1998 mit klar positiven Ergebnissen auch auf Konzernebene zu rechnen. Dieses Ziel kann auch dann erreicht werden, wenn marktseitig - wie erwartet - kein durchgreifender Aufschwung erfolgen sollte.

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