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Bank Austria verkauft ihre Lenzing-Anteile

15.02.2001


  1. Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH mit einem Kaufpreis von 90 Euro je Aktie klarer Bestbieter
  2. Es entsteht der größte Zellulosefaserhersteller der Welt
  3. Holding der neuen Unternehmensgruppe in Österreich
  4. Lenzing-Standorte in Österreich werden ausgebaut

Die Bank Austria verkauft ihre 80-prozentige Beteiligung an der Lenzing AG zu einem Preis von 90 Euro je Aktie an die Linzer "Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH". Der Kaufpreis beträgt rund 270 Millionen Euro. Er wird Cash bezahlt und liefert der Bank Austria einen Buchgewinn von 52 Millionen Euro. Allfällige Gewährleistungsansprüche sind mit maximal 0,1 Euro je Aktie limitiert.

Damit erhält der Bestbieter den Zuschlag: Die Bank Austria hatte zwei verbindliche Angebote erhalten. Das zweite Offert lag mit einem Preis von 80 Euro je Aktie um 30 Millionen Euro oder umgerechnet 400 Millionen Schilling deutlich unter dem Angebot des Bestbieters.

Die Bank Austria verfolgt seit Jahren konsequent die Strategie, sich von Nicht-Bank-Beteiligungen zu trennen. Der Verkauf der Lenzing-Aktien ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Umsetzung dieser Strategie. Die Transaktion muß noch von den relevanten Kartellbehörden genehmigt werden.

Für die Lenzing AG und ihre Standorte in Österreich eröffnen sich durch die zukünftige Eigentümerstruktur neue Möglichkeiten: Lenzing wird eine führende Rolle in einer Unternehmensgruppe übernehmen, die nun neu entsteht. Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH, hinter der der internationale Private Equity-Spezialist CVC Capital Partners steht, übernimmt parallel die Zelluloseaktivitäten des europäischen Faserherstellers Acordis, dessen Aktien zu 64 Prozent von CVC-Fonds gehalten werden. Damit entsteht der größte Zellulosefaserhersteller der Welt mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Die Holding der neuen Unternehmensgruppe wird in Österreich stehen. Die Produktionen an den Standorten Lenzing und Heiligenkreuz werden weiter ausgebaut und damit Arbeitsplätze gesichert.

Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH steht zu 54 Prozent im Eigentum von Private Equtiy-Fonds, die von CVC beraten werden. 18 Prozent der Gesellschafteranteile entfallen auf österreichische Co-Investoren, weitere 18 Prozent werden von Acordis gehalten, die restlichen 10 Prozent vom Management der neuen Gesellschaft.

CVC ist eine renommierte internationale Private Equity-Gesellschaft, die weltweit ein Investmentkapital von mehr als 5 Milliarden US-Dollar managt und in den vergangenen Jahren mehr als 200 Investment-Transaktionen durchgeführt hat.

(Source: Bank Austria AG)

 

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