Presseinformation

für 2001

Donnerstag, 20. Dezember 2001

Bub aus dem SOS-Kinderdorf gestaltet Weihnachtskarte der Lenzing AG

Schon seit vielen Jahren steht die Lenzing AG mit dem SOS Kinderdorf Altmünster durch eine regelmäßig gepflegte Patenschaft in freundschaftlicher Verbindung.

Heuer schmückt erstmals die Zeichnung eines Kindes aus einem SOS-Kinderdorf die Weihnachtskarte der Lenzing AG. Als Dank dafür übergaben Mitarbeiter des Unternehmens 30.000 Schilling an Dr. Josef Lammer, den Leiter des SOS Kinderdorfes Altmünster. Für die „Patenkinder“ aus dem „Haus Sonne“, das traditionell von der Lenzing AG betreut wird, gab es auch heuer wieder zahlreiche Geschenke.

Die finanzielle Anerkennung für die Weihnachtskarte soll zur Finanzierung von zwei Kinderzimmern im Projekt „Haus der Zukunft“ verwendet werden. Mit dieser Einrichtung nimmt das Kinderdorf eine neue soziale Aufgabe wahr: Betreut werden hier Kinder aus Problemfamilien, die zwei bis drei Jahre im Haus verbringen, bis sich die Familie wieder stabilisiert hat. Ein Zuhause für Kinder, Elterntraining und eine Beratungsstelle sollen in dem neuen Projekt Platz finden.

Mittwoch, 05. Dezember 2001

Lenzing Lyocell Imagefilm gewinnt den Saturn 2001 in Silber

Nach dem Europäischen Umweltpreis nun auch Filmpreis für die burgenländische Tochter des Faserherstellers Lenzing AG

Die Silbertrophäe in der Kategorie Wirtschaftsvideo bei Österreichs größtem und begehrtestem Wirtschaftsfilmpreis „Saturn“, der letzte Woche in Linz vergeben wurde, geht an den Imagefilm mit dem Titel „nature?yes“.

Der sechs Minuten lange Film wurde von Casamedia Filmproduktion in Zusammenarbeit mit der Werbeagenur Concepta aus Steyr produziert und zeigt den umweltfreundlichen Herstellungsprozess der innovativen Zellulosefaser aus Heiligenkreuz bewusst aus der Sicht der nächsten Generation, mit den Augen von Kindern. Die landschaftlichen Schönheiten des Burgenlands – die Wein-lese, die Kürbisernte – bilden die Kulisse für die Geschichte, in der Kinder aus aller Welt mitwirken: Kinder aus Afrika, Japan, China und vielen anderen Regionen der Welt haben in ihrer eigenen Sprache eine einzige Botschaft: „nature?yes“ – die Philosophie der Fasern aus Lenzing aus dem natürlichen Rohstoff Buchenholz.

Eine Botschaft, die seit dem Vorjahr auch von Lenzings internationaler Werbeträgerin Naomi Campbell erfolgreich in die Welt getragen wird. (www.nature-yes.com)

Mit der Prämierung des Imagefilms „nature?yes“ beweist Lenzing Lyocell Kreativität und Qualität nicht nur im Bereich der Faserproduktion, sondern auch in ästhetischer Hinsicht.

Lenzing Lyocell verwirklicht mit der aus Holz hergestellten Zellulosefaser "Lyocell" eine Vision für ökologisches und Ressourcen sparendes Wirtschaften. Herausragend an diesem Produkt ist neben der hohen Qualität der Faser vor allem die umweltfreundliche Herstellung aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Lyocell wird international erfolgreich vermarktet.

Der preisgekrönte Film wird weltweit bei Unternehmens- und Produktpräsentationen eingesetzt, der prominenteste Auftritt erfolgte letztes Jahr in Brüssel anlässlich der Vergabe des „European Awards for the Environment“ an Lenzing Lyocell.

Dienstag, 20. November 2001

Decken für Afghanistan

Der Aufruf zur Deckenspende für Afghanistan wurde auch in der Lenzing AG gehört: In einer spontanen Aktion - initiiert vom Fasermarketing am Standort Lenzing in Zusammenarbeit mit dem Werk in Heiligenkreuz beschloss man, 100 hochwertige Wolldecken und 100 Lyocell-Decken im Wert von 125 000 ÖS zu spenden. Innerhalb eines einzigen Tages wurde der Beschluss gefasst und die Anlieferung der Decken organisiert. 100 Wolldecken wurden bei der Gendarmerie Lenzing abgegeben. Hefel-Textil - ein Lyocell -Kunde - erklärte sich bereit, weitere 100 Lyocell Decken aus dem Werk Kefermarkt bereit zu stellen - innerhalb weniger Stunden wurde der Transport der Ware ins Gendarmeriekommando in der Gruberstraße 35 in Linz organisiert.

Freitag, 09. November 2001

Lenzing Gruppe 1-9/2001: Trotz schwierigem Marktumfeld weiterhin gute Entwicklung

  • Leichte Erhöhung bei EBITDA und EBIT
  • Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) nahezu unverändert
  • Umsatzplus von 6%
  • Schwieriges Marktumfeld mit hohen Rohstoffkosten
  • Gute Geschäftsentwicklung hält weiter an

Die konsolidierten Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten drei Quartalen 2001 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6,3% auf EUR 504,8 Mio. Sowohl das EBITDA als auch das operative Ergebnis (EBIT) erhöhten sich leicht: Das EBITDA stieg von EUR 67,1 Mio auf EUR 68,6 Mio und das EBIT von EUR 36,5 Mio auf EUR 37,5 Mio. Nahezu unverändert bewegt sich das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) auf EUR 34,7 Mio (1-9/2000: EUR 34,8 Mio). Zum 30. September 2001 wurden 3.264 Mitarbeiter beschäftigt.

„Wir sind besonders vor dem Hintergrund des zyklischen Tiefs der Textilindustrie und der sehr hohen Rohstoffkosten mit unserer guten Entwicklung außerordentlich zufrieden. Es war immer unserer erklärtes Ziel, in guten Zeiten hohe Gewinne zu erzielen und auch bei ungünstigen Marktbedingungen positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Dieses Ziel haben wir auch heuer wieder übertroffen. Wir werden den eingeschlagenen Erfolgskurs auch künftig verfolgen“, betont Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes.

Geschäftsfeld Fasern

Lenzing AG: Erfreuliche Entwicklung

Die Lenzing AG verzeichnete trotz der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen eine erfreuliche Entwicklung. Die Faserproduktion lief auf Hochtouren. Die Umsätze konnten gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres gesteigert werden. Die Lenzing AG verbuchte ein Ergebnisplus, obwohl die stark erhöhten Natronlaugepreise das Ergebnis belasteten.

Lenzing Lyocell: Produktion gesteigert

Lenzing Lyocell leidet nach wie vor unter dem schwierigen Marktumfeld: Die geringere Nachfrage der Textilkunden und vor allem die Kaufzurückhaltung des US-Handels bremsten die Entwicklung. Trotz intensiver Gegensteuerungsmaßnahmen ist das Ergebnis der Gesellschaft weiterhin negativ. Um weniger abhängig von den Textilkunden zu sein, erfolgte eine verstärkte Ausrichtung auf den Nonwovens Bereich. Der Verkauf in diesem Segment läuft zufrieden stellend.

Lenzing Fibers Corporation: Schwieriges Marktumfeld

Die Lenzing Fibers Corporation (LFC) musste hart gegen das schwierige Marktumfeld kämpfen. Der US-amerikanische Konjunkturabschwung wurde durch die Auswirkungen der Anschläge des 11. September verstärkt. Billigimporte von Textilien aus Asien und der Abverkauf der in Schließung befindlichen Konkurrenzproduktionen bremsten die Nachfrage. Darüber hinaus drückten die hohen Rohstoff- und Energiepreise auf das Ergebnis, das nach wie vor negativ ist. Die LFC ist wie in der Vergangenheit bemüht, den weniger zyklusabhängigen Nonwovens-Bereich (Hygieneprodukte, Wischtücher und medizinische Anwendungen), der ein kontinuierliches Wachstumspotenzial aufweist, auszubauen.

South Pacific Viscose: Schwacher Markt mit hohen Rohstoffpreisen

Das indonesische Beteiligungsunternehmen South Pacific Viscose (SPV) musste sich in einem unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Geringere Verkaufsmengen und hohe Rohstoffpreise, insbesondere für Natronlauge, belasteten das Ergebnis. Trotzdem konnten im Inland Marktanteile gewonnen werden.

Geschäftsfelder Technik, Folien und Papier

Lenzing Technik: Gute Auftragslage

Das Engineering- und Anlagebauunternehmen Lenzing Technik entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr gut. Die Umsätze lagen um 50% über der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dazu hat maßgeblich die Errichtung der neuen Viskosefaser-Produktionsstraße am Standort Lenzing beigetragen. Der Auftragsstand ist erfreulich und konnte gegenüber Jahresbeginn um rund 50% angehoben werden. Aufgrund der zufrieden stellenden Entwicklung der Deckungsbeiträge und der gering gehaltenen Fixkosten lagen die Ergebnisse über Plan.

Lenzing Plastics: Ausgezeichnete Entwicklung

Die ersten neun Monate des Jahres 2001 verliefen für Lenzing Plastics sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig ausgezeichnet. Deutlich über den Erwartungen liegt das PTFE (Polytetrafluorethylen)-Geschäft, im Speziellen die Marktnische Heißgasfiltration. Ausgezeichnet entwickeln sich auch die Mengen und Ergebnisse in der Kabelsparte. Die Situation im Baustoffmarkt ist weiterhin angespannt. Die Nachfrage entwickelte sich zufrieden stellend. Die nachlassende Industriekonjunktur in den Hauptmärkten wird eine dämpfende Wirkung in den nächsten Monaten zeigen.

Lenzing Papier: Ergebnissteigerung

Die Produktion bei Lenzing Papier lief in den ersten drei Quartalen zufrieden stellend. Der Versand lag über den Erwartungen, da das prognostizierte Sommerloch ausblieb. Die Rohstoffkosten sind im dritten Quartal nicht weiter gefallen. Trotz der schwierigen Marktlage ist die Ergebnissituation weiterhin sehr zufrieden stellend.

Ausblick

Eine konjunkturelle Erholung der weltweiten Wirtschaftslage ist derzeit nicht in Sicht, dadurch ergeben sich auch für die Faserindustrie schwierigere Rahmenbedingungen. Das Gesamtjahr wird aus heutiger Sicht sehr gut ausfallen, jedoch unter dem Niveau des Rekordjahres 2000 liegen. Nach dem Rückzug internationaler Mitbewerber ist eine steigende Nachfrage nach Lenzing-Fasern zu erwarten. Die jüngsten weltpolitischen Ereignisse haben allerdings zumindest temporär die Nachfrage gedämpft.

Lenzing Gruppe: Zahlen 1-9/2001

Wichtige Kennzahlen nach US GAAP,
auf Konzernbasis (in Mio. EUR)
1-9/20011-9/2000
Umsatzerlöse504,8474,9
EBITDA68,667,1
EBIT (operatives Ergebnis)37,536,5
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT)34,734,8
Periodenüberschuss nach Minderheitenanteil21,123,2
Ergebnis je Aktie (einfach) in EUR5,726,32
Dienstag, 30. Oktober 2001

Lenzing AG eröffnet weltweit einzigartige Viskosefaser-Produktionsstraße

Modernste Nonwovens-Technologie sichert Qualitätsführerschaft 

Mit einer Investitionssumme von über EUR 20 Mio und nach einer Rekordzeit von nur ei-nem Jahr wurde die mit neuester Technologie ausgestattete Viskosefaser-Produktionsstraße im Sommer in Betrieb genommen. Heute findet in Lenzing die offizielle Eröffnung statt. Zu den zahlreich geladenen Gästen zählen Kunden aus dem Bereich Nonwovens und wichtige Geschäftsvertreter aus Europa und Asien.

Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes der Lenzing AG, freut sich: „Besonders stolz sind wir darauf, dass über 90 Prozent der Leistung für diese Hightech-Anlage aus dem eigenen Unternehmen stammen. Federführend bei Planung und Bau war unsere Tochtergesellschaft Lenzing Tech-nik hier am Standort.“

Wachstumsmarkt Nonwovens

Am Standort Lenzing werden bereits 58 % Spezialfasern erzeugt, darunter auch Nonwovens-Fasern. Die neue Anlage ist speziell für die Anforderungen der Nonwovens-Industrie ausgelegt. Nonwoven bedeutet „nicht gewebt“ – die aus diesen Fasern hergestellten Vliesstoffe finden ihren Einsatz in sensiblen Bereichen wie Hygiene, Medizin und Kosmetik. Die bekanntesten Produkte sind feuchte Wischtücher, die in der Babypflege und als Abschmink- und Erfrischungstücher ihren Einsatz finden. Im Medizinbereich werden solche Vliesstoffe als Wundauflagen, Operationstupfer und als Komponenten für Operationsbekleidung eingesetzt. Ein weiteres stark wachsendes Segment stellt der Haushaltsbereich dar.

Erfolgsfaktor Qualität

Mit der neuen Faserstraße wird in der Nonwovens-Industrie ein neuer Qualitätsmaßstab gesetzt: Sie ist aus speziellen Materialien gefertigt, um den besonders hohen Anforderungen bezüglich Reinheit zu entsprechen. Aufwändige Qualitätsprüfungen sichern Lenzing eine Top-Position in dem vom Faserzyklus weniger abhängigen und somit strategisch wichtigen Wachstumsbereich.

Weltweit modernste Viskosefaser-Produktionsstraße

Die Anlage wird mit Hilfe eines Prozessleitsystems gesteuert und verfügt über 150 Spinnstellen. Diese erbringen eine Tagesleistung von über 100 Tonnen. Die Wärmetauscherleistung des 50 m langen Fasertrockners mit Arbeitsbreite von 3 m liegt bei etwa 6000 Kilowatt. Bei der Nachbehandlung werden die Fasern auf einer Länge von 40 m in dreizehn Waschfeldern gereinigt.

200 Personen waren rund acht Monate mit der Fertigung und Montage der Anlage beschäftigt: Das entspricht einer Arbeitsleistung von rund 160.000 Arbeitsstunden und einem Materialaufwand von 1.500 Tonnen. Beispielsweise wurden 25.000 Laufmeter Rohrleitungen sowie 150.000 Laufmeter elektrische Leitungen verlegt. In den Schalträumen befinden sich über 50.000 Kontakte.

Mit jeder Faser erfolgreich

Der deutliche Strukturwandel mit der Optimierung des Produktmixes und den Kostensenkungsprogrammen, den die Lenzing Gruppe in den letzten Jahren vollzogen hat, schlägt sich weiterhin eindrucksvoll in den Ergebnissen nieder. Insbesondere mit der Inbetriebnahme der Faserstraße setzt Lenzing nun auch technologisch neue Maßstäbe. Darüber hinaus festigt das oberösterreichische Unternehmen seine Position als weltweit führender Produzent von Spezialfasern.

Die Lenzing Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2000 einen Umsatz von EUR 664,1 Mio, 63% des Umsatzes entfielen auf das Geschäftsfeld Fasern. Die Gesamtproduktion der Lenzing Standorte erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 1999 um 14% auf 335.000 Tonnen Fasern. Die Lenzing Gruppe konnte in den letzten zehn Jahren den Marktanteil von 9% auf 20% anheben. Am Standort Lenzing sind 1319 Mitarbeiter im Geschäftsfeld Fasern und über 100 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Mittwoch, 17. Oktober 2001

Keine Genehmigung der EU-Wettbewerbsbehörde für den Verkauf der Lenzing AG

EU-Entscheidung kein Hindernis für Lenzings Erfolgskurs

Die Europäische Kommission hat den Erwerb der Lenzing AG Aktienmehrheit durch die CVC aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt. Der Vorstand der Lenzing AG bedauert diese Entscheidung.

Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes, betont: „Wir bedauern dieses Votum der EU. Das Nichtzustandekommen stellt für uns aber auch langfristig kein Problem dar. Die Lenzing Gruppe hat ein hervorragendes Geschäftsjahr hinter sich und auch das laufende zeigt, dass wir über eine erstklassige Position verfügen. Das Ziel in guten Zeiten hohe Gewinne einzufahren und auch bei ungünstigen Marktbedingungen zufrieden stellende Erträge zu erwirtschaften, haben wir erreicht. Wir werden mit aller Kraft den eingeschlagenen Weg weiter gehen.“

Der Wortlaut der Entscheidung liegt dem Unternehmen zur Stunde noch nicht vor. Erst nach einer genauen Analyse der Begründung der Entscheidung und Beratung in den Gremien des Unternehmens wird seitens der Lenzing AG in Abstimmung mit der Bank Austria als Großaktionär der Gesellschaft eine inhaltliche Stellungnahme erfolgen.

Keinerlei Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung

Da der Verkauf der Aktienmehrheit der Bank Austria an die CVC-Gruppe unter entsprechendem Kartellvorbehalt erfolgte, wurden bewusst keinerlei Maßnahmen in Richtung Zusammenschluss der beiden Unternehmen gesetzt. „Business as usual“ stand auf der Tagesordnung. Das laufende operative Geschäft der Lenzing AG ist somit von dieser Entscheidung nicht beeinflusst. Darüber hinaus wird die Entscheidung keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Produktionsstandorte und die Mitarbeiter der Lenzing Gruppe haben.

Neustrukturierung der Vergangenheit trägt Früchte

Die strategische Neuausrichtung sowie die strukturellen Verbesserungen mit einer Optimierung des Produktmix und Kostensenkungsprogrammen in den letzten Jahren schlugen sich eindrucksvoll in den Ergebnissen nieder. Trotz unterschiedlicher Konjunkturlagen in den einzelnen Regionen und der im Jahr 2001 massiv gestiegenen Rohstoffpreise konnte die Lenzing Gruppe Marktanteile gewinnen und ihre einzigartige Stellung als Komplettanbieter im Faserbereich weiter ausbauen. Vor allem die Abkoppelung vom Faserzyklus durch das massive Forcieren von Spezialfasern, insbesondere Nonwovens-Produkten, war ein wesentlicher Schritt in Richtung nachhaltiger Ertragssicherung der Lenzing Gruppe.

Nach einem ausgezeichneten Jahr 2000 entwickelte sich die Lenzing Gruppe trotz eines schwierigeren Marktumfeldes im ersten Halbjahr 2001 weiterhin erfreulich. Die konsolidierten Umsatzerlöse erhöhten sich in der ersten Jahreshälfte 2001 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 um 7,2% von EUR 311,8 Mio auf EUR 334,3 Mio. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR 24,4 Mio, das bedeutet ein Plus von 13% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) stieg von EUR 21,1 Mio auf EUR 23,0 Mio.

Erfreuliche Aussichten für 2001

Nach der Überhitzung des Fasermarktes im Vorjahr kommt es heuer zu einer Abkühlung der Fasernachfrage. Eine konjunkturelle Erholung der weltweiten Wirtschaftslage ist derzeit nicht in Sicht, dadurch ergeben sich für die Faserindustrie schwierigere Rahmenbedingungen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres kann daher nicht auf das zweite Halbjahr hochgerechnet werden. Das Gesamtjahr wird aus heutiger Sicht daher zwar wieder sehr gut ausfallen, jedoch unter dem Niveau des Rekordjahres 2000 liegen.

Dienstag, 18. September 2001

Ergebnisse 3. Quartal: 9.11.2001

Lenzing Gruppe

9. November 2001: Veröffentlichung der Ergebnisse 1-9/2001.

Dienstag, 04. September 2001

Lenzing Gruppe: Gutes erstes Halbjahr 2001

Nach einem ausgezeichneten Jahr 2000 entwickelte sich die Lenzing Gruppe trotz eines schwierigeren Marktumfeldes im ersten Halbjahr 2001 weiterhin erfreulich. Die konsolidierten Umsatzerlöse erhöhten sich in der ersten Jahreshälfte 2001 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 um 7,2% von EUR 311,8 Mio auf EUR 334,3 Mio. Das EBITDA legte um 7,4% auf EUR 45 Mio zu. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf EUR 24,4 Mio, das bedeutet ein Plus von 13% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) stieg von EUR 21,1 Mio auf EUR 23,0 Mio. Zum 30. Juni 2001 wurden 3.235 Mitarbeiter beschäftigt.

Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes, betont: "Die gute Entwicklung des ersten Halbjahres ist besonders vor dem Hintergrund der schwierigeren Rahmenbedingungen mit den stark gestiegenen Rohstoffpreisen und einer rückläufigen Faserkonjunktur erfreulich. Der Preis des wichtigen Rohstoffes Natronlauge hat sich z. B. gegenüber dem letzten Jahr mehr als verdoppelt: Dies drückte im ersten Halbjahr mit EUR 13,5 Mio auf das Ergebnis. Trotzdem ist es uns gelungen, ein schönes Ergebnisplus einzufahren."

Geschäftsfeld Fasern 

Lenzing AG: Ergebnissteigerungen

Die Lenzing AG hat sich in der ersten Jahreshälfte 2001 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gut entwickelt. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 ist der Umsatz gestiegen. Trotz der Verteuerung der Rohstoffkosten - insbesondere bei Natronlauge - konnte die Lenzing AG erfreuliche Ergebnissteigerungen verbuchen.

Plangemäß wurde im Sommer 2001 die weltweit einzigartige mit neuester Technologie ausgestattete Viskosefaser-Produktionsstraße nach nur einjähriger Planungs- und Bauzeit am Standort Lenzing in Betrieb genommen. Mit dieser speziell für die Nonwovens-Produktion ausgelegten Anlage sichert sich Lenzing die Qualitätsführerschaft in diesem vom Faserzyklus weniger abhängigen Wachstumsbereich.

Lenzing Lyocell: Umsatzplus

Lenzing Lyocell hatte mit dem schwierigen Marktumfeld hart zu kämpfen: Die geringere Nachfrage der Textilkunden und im Speziellen die Kaufzurückhaltung des US-Handels bremsten die Entwicklung. Die Kostensenkungsprogramme wurden weitergeführt, das Ergebnis der Gesellschaft ist jedoch negativ. Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2001 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um rund ein Drittel erhöht werden. Zufrieden stellend verläuft der Verkauf im Nonwovens-Segment und bei ProViscose. Die Marketingaktivitäten für Lyocell werden intensiv fortgesetzt. Die Lyocell LF-Faser - die neue Produktanwendungen ermöglicht - befindet sich in der Markteinführungsphase.

Lenzing Fibers Corporation: Schwierige Rahmenbedingungen

Die Lenzing Fibers Corporation (LFC) kämpfte im ersten Halbjahr 2001 weiterhin an mehreren Fronten gegen den rückläufigen amerikanischen Markt. Importe von Billigtextilien aus Asien und der US-amerikanische Konjunkturabschwung bremsten die Nachfrage. Darüber hinaus drückten die hohen Rohstoff- und Energiepreise auf das Ergebnis, das trotz aller getroffenen Maßnahmen noch negativ ist.

South Pacific Viscose: Schwacher Markt

Das indonesische Beteiligungsunternehmen South Pacific Viscose (SPV) war mit einem deutlich schwächeren Markt konfrontiert. Geringere Verkaufsmengen und die hohen Preise für Natronlauge belasteten das Ergebnis. Die im Vorjahr stark gestiegenen Zellstoffpreise sind zurückgegangen - diese Kostenentlastung wurde aber von den massiv erhöhten Natronlaugepreisen mehr als kompensiert. Die hohen Rohstoffkosten konnten auf Grund des schwierigen Marktumfeldes nicht weitergegeben werden.

Geschäftsfelder Technik, Folien und Papier

Lenzing Technik: Erfreulicher Auftragsstand

Das erste Halbjahr 2001 verlief für das Engineering- und Anlagenbauunternehmen Lenzing Technik sehr gut. Die Umsätze lagen um rund die Hälfte über den Vergleichswerten des Vorjahres. Maßgeblich hat die gute Auftragslage am Standort Lenzing dazu beigetragen. Größere Projekte der Zellstoff- und Fasertechnikgruppen konnten im asiatischen Raum, in Russland und in Westeuropa realisiert werden. Der Auftragsstand hat sich gegenüber Jahresbeginn verdoppelt. Auf Grund der zufrieden stellenden Entwicklung der Deckungsbeiträge und der gering gehaltenen Fixkosten lagen die Ergebnisse über Plan.

Lenzing Plastics: Hohe Nachfrage nach PTFE-Produkten

Lenzing Plastics zeigte in den ersten sechs Monaten 2001 ebenfalls eine sehr zufrieden stellende Entwicklung und konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode weitere Ergebnis- und Umsatzsteigerungen verbuchen. Die Nachfrage im Baustoffgeschäft hat sich gut entwickelt. Das Geschäft mit PTFE (Polytetrafluorethylen)-Produkten für den Bereich Spezialdichtungen und insbesondere für den Bereich Heißgasfiltration läuft sehr gut. Aufgrund der erfreulichen Nachfragesituation wurden strategisch wichtige Investitionsprojekte zur Kapazitätserhöhung vorgezogen.

Lenzing Papier: Gute Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis des Geschäftsbereiches Papier der Lenzing AG hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Maßgeblich dazu beigetragen haben stark gefallene Zellstoff- sowie deutlich reduzierte Altpapierpreise. Die Produktion im ersten Halbjahr 2001 lief zufriedenstellend.

Ausblick

Nach der Überhitzung des Fasermarktes im Vorjahr kommt es heuer zu einer Abkühlung der Fasernachfrage. Eine konjunkturelle Erholung der weltweiten Wirtschaftslage ist derzeit nicht in Sicht, dadurch ergeben sich für die Faserindustrie schwierigere Rahmenbedingungen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres kann daher nicht auf das zweite Halbjahr hochgerechnet werden. Das Gesamtjahr wird aus heutiger Sicht daher zwar wieder sehr gut ausfallen, jedoch unter dem Niveau des Rekordjahres 2000 liegen. Nach dem Rückzug internationaler Mitbewerber wird eine steigende Nachfrage nach Lenzing-Fasern erwartet - im Speziellen sollte der Standort Lenzing und die US-Tochter LFC davon profitieren.

Die gute Auftragslage sollte den weiteren Geschäftsgang von Lenzing Technik positiv beeinflussen. Lenzing Plastics erwartet durch die verstärkte Ausrichtung auf deckungsbeitragsstarke Produkte anhaltend gute Ergebnisse. Der Geschäftsverlauf von Lenzing Papier entwickelt sich planmäßig.

Lenzing Gruppe: Ergebnis 1. Halbjahr 2001

Wichtige Kennzahlen nach US GAAP, auf Konzernbasis (in Mio. EUR)1-6/20011-6/2000
Umsatzerlöse334,3311,8
EBITDA45,041,8
Operatives Ergebnis (EBIT)24,421,6
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT)23,021,1
Periodenüberschuss nach Minderheitenanteil14,214,5
Investitionen45,385,9
Ergebnis je Aktie (einfach) in EUR3,863,93

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Lenzing AG
Dipl.Kfm. Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes
Tel: +43/7672/701-2300

Dienstag, 24. Juli 2001

Lenzing AG: Interner Forschungspreis als Innovationsmotor

Zur guten Entwicklung von Lenzing trägt der Bereich Forschung und Entwicklung maßgeblich bei. Um diesem Umstand sichtbaren Ausdruck zu verleihen vergibt Lenzing ab heuer für herausragende Innovationen am Gebiet der Manmade-Cellulosics interne Forschungsawards: Unter zahlreichen eingereichten Projekten wurden drei ausgewählt und mit der Prof. Th. N. Kleinert-Medaille ausgezeichnet.

Dipl.Kfm. Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes und zuständig für Forschung, hat den Lenzinger Forschungsaward ins Leben gerufen. Werz betont: „Die breite Produktpalette der Lenzing AG, die Wertschöpfung aus den Nebenprodukten der Zellstofferzeugung und stetige Effizienzsteigerungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die gute Marktstellung des Unternehmens. Maßgeblichen Anteil daran hat die seit Jahrzehnten betriebene konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Der Forschungsaward soll mit dazu beitragen, unseren Innovationsmotor auch weiterhin auf Hochbetrieb zu halten. Nicht zuletzt soll er auch unserer Anerkennung Ausdruck verleihen.“

Prof. Th. N. Kleinert-Medaille

Der Sprecher des Vorstandes Dipl.Kfm. Jochen Werz verlieh drei Prof. Th. N. Kleinert-Medaillen für Projekte aus der Lyocellfaser-, Viskose- und Zellstoff-Forschung. Prof. Th. N. Kleinert war von 1943 bis 1953 als erster Forschungsleiter in Lenzing tätig, bevor er ans Pulp& Paper Research Institute in Kanada berufen wurde. Er war einer der international anerkannten Väter der Zellulosechemie. Der interdisziplinäre Charakter der erfolgreichen Projekte kann auch aus der Zusammensetzung der Projektteams ersehen werden: Zu den Mitgliedern zählen auch Mitarbeiter aus Produktion, Technik und Umweltschutz.

DDr. Haio Harms, Leiter des Bereiches Forschung und Entwicklung, erklärt: „Wir konnten mit unserer Forschung ein in Europa einzigartiges Kompetenzzentrum für Zellulose und zellulosische Produkte aufbauen, bei dem die Ursachen für die Erfolge in der Zusammenarbeit und gegenseitigen Ergänzung der drei Bereiche Zellstoff, Viscose- und Lyocellforschung zu finden sind. Prof. Kleinert als erster in einer Reihe international anerkannter Lenzinger Forschungsleiter steht dabei für die Kontinuität und Ausdauer, die für den Aufbau eines derart erfolgreichen Bereiches unerlässlich sind.“

Strategischer Erfolgsfaktor: Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung der Lenzing AG versteht sich als Kompetenzzentrum auf den Gebieten Holz-, Zellstoff-, Faser- und Textilchemie samt den hierfür erforderlichen analytischen und umweltrelevanten Verfahren. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2000 rund 2% des Umsatzes. Die Lenzinger F&E ist in ein Netzwerk universitärer und industrieller Kooperationspartner eingebunden.

Inhalte der F&E-Aktivitäten sind Produktentwicklungen, die Optimierung von Herstellverfahren zur Verbesserung der Qualität, der Effizienz und der Umweltverträglichkeit und die Unterstützung der Kunden hinsichtlich der Weiterverarbeitung der Produkte. Die Leistungen der Lenzinger Forschung werden innerhalb und außerhalb der Lenzing Gruppe angeboten. Externe Kunden kommen aus den verschiedensten holzverarbeitenden, zellstofferzeugenden und zellstoffverarbeitenden Industrien.

Montag, 18. Juni 2001

Lenzing AG: Künstler am Werk

Zum dritten Mal hat der von der Lenzing AG ausgeschriebene Wettbewerb „Künstler am Werk“ mit Studenten der Akademie der bildenden Künste stattgefunden. Junge Künstler wurden mit Preisgeldern von insgesamt ATS 80.000,- prämiert.

Die 15 teilnehmenden Studenten unter der Aufsicht von Prof. Alois Mosbacher malten Ende Mai an vier Tagen frei zu wählende Motive am Lenzinger Werksgelände (Gebäude, Fertigungsstraßen, Menschen etc.). Jeder Teilnehmer präsentierte der Jury fünf Ölgemälde im Format 70 x 100 cm. Die Jury bestand aus Vertretern der Lenzing AG und der Akademie der bildenden Künste.

Kunst trifft Industrie

Prof. Alois Mosbacher betont: „Durch den Kontakt zwischen Kunst und Industrie werden Schwellenängste abgebaut – die Studenten machen neue Erfahrungen in der Arbeitswelt, aber auch die Arbeiter gewinnen mehr Verständnis für die Leistungen der Künstler und lernen sie zu schätzen.“

Prämiert wurde das Gesamtwerk der drei bestbewerteten Kunststudenten mit je ATS 15.000,- sowie sechs weitere Teilnehmer mit je ATS 5.000,-, zusätzlich gab es einen Sonderpreis. Außerdem kauft die Lenzing AG von jedem Wettbewerbsteilnehmer ein Bild an. Die Gewinner der Hauptpreise waren Loretta Stats mit sich überlagernden Werksansichten, Fabian Fink - der als einziger Teilnehmer die Arbeiter in den Mittelpunkt stellte und Mira Wagner mit ihrer neoimpressionistischen Umsetzung in zarten Farbtönen. Die Präsentation der Arbeiten und die offizielle Preisverleihung findet im Dezember 2001 in der Aula der Akademie der bildenden Künste statt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Bis dahin sind die Werke im Speisesaal Lenzesa zur Ansicht für alle Lenzing-Mitarbeiter ausgestellt.

Das Kunstsponsoring in dieser Form hat in Lenzing bereits Tradition. Heimo Schinko, Initiator und Organisator, freut sich: „Auch bei der diesjährigen Kunst-Aktion der Lenzing AG verwirklichte sich die Grundidee der gegenseitigen Bereicherung: Preisgelder und neue Erfahrungen für die Studenten sowie künstlerische Werke für das Unternehmen.“

Donnerstag, 31. Mai 2001

Lenzing Gruppe: Angelika Guldt - Neue Leiterin der Konzernkommunikation

Mag. Angelika Guldt steht ab sofort der Konzernkommunikation der Lenzing Gruppe vor. Die Funktion des Unternehmenssprechers übernimmt wieder Dipl.Kfm. Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes. Mag. Dietmar Preslmayr – der bis dato Unternehmenssprecher und verantwortlich für die Konzernkommunikation war – wurde kaufmännischer Leiter des Geschäftsbereiches Papier der Lenzing AG.

Angelika Guldt (geboren 1961) war seit 1995 freie Redakteurin des regionalen Fernsehsenders BTV Vöcklabruck. Im Zuge dessen gestaltete sie zwei Jahre lang ein im 14 Tage-Rhythmus erscheinendes TV-Magazin über die Lenzing Gruppe und verfügt somit bereits über gute Kenntnisse des oberösterreichischen Konzerns. Nach ihrem Dolmetsch-Studium arbeitete die Mutter zweier Töchter als selbstständige Übersetzerin und Kursleiterin am WIFI.

 

Fotos können bei a.guldt@lenzing.com angefordert werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Lenzing AG
Dipl.Kfm. Jochen Werz
Sprecher des Vorstandes
Tel: +43/7672/701-2780
j.werz@lenzing.com

Weitere Informationen über Lenzing finden Sie unter www.lenzing.com

Für die neue Werbelinie mit Naomi Campbell wurde eigens die Homepage www.nature-yes.com eingerichtet.

Mittwoch, 23. Mai 2001

Lenzing Gruppe: auf ausgezeichnetes Jahr 2000 folgt gutes erstes Quartal 2001

Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) von EUR 7,4 Mio auf EUR 11,5 Mio gestiegen - Operatives Ergebnis erhöhte sich um 37% - EBITDA legt um 22% auf EUR 22,6 Mio zu - Umsatzplus von 12% - Gestiegene Rohstoffkosten - Gute Nachfrage nach Lenzing-Fasern

Alle Produktionsanlagen der Lenzing Gruppe waren im ersten Quartal 2001 voll ausgelastet. Die konsolidierten Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten drei Monaten 2001 im Vergleich zum 1. Quartal 2000 um 12% von EUR 144,4 Mio auf EUR 162,2 Mio. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) stieg von EUR 7,4 Mio auf EUR 11,5 Mio, das bedeutet ein Plus von 55%. Das operative Ergebnis betrug EUR 12,3 Mio nach EUR 9,0 Mio. Das EBITDA legte um 22% auf EUR 22,6 Mio zu. Der Mitarbeiterstand zum 31. März 2001 beläuft sich auf 3.211 Personen.

Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes, betont: "Die Lenzing Gruppe konnte auch im ersten Quartal 2001 ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen. Die strukturellen Verbesserungen der letzten Jahre führten trotz deutlich erhöhter Rohstoffkosten zu erfreulichen Ergebnissteigerungen."

Geschäftsfeld Fasern

Marktumfeld: Rohstoffpreise stark gestiegen

Die Rohstoffpreise für Chemikalien sind weltweit zum Teil sehr stark gestiegen: Natronlauge verteuerte sich sprunghaft, der Preis war im ersten Quartal 2001 doppelt so hoch wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Darüber hinaus bewegten sich die Energiekosten auf hohem Niveau. Anfang 2001 verbilligten sich die Konkurrenzfaserpreise - insbesondere Baumwolle. Daraus resultierte ein Preisdruck auf Viskosefasern. Die Kaufzurückhaltung in den USA wirkte sich negativ auf die Nachfrage aus.

Lenzing AG: Gute Ergebnisse

Der Umsatz weist im Vergleich zum ersten Quartal 2000 ein Plus von 16% auf. Trotz der - nicht in diesem Ausmaß erwarteten - Preiserhöhungen von Natronlauge stieg das operative Ergebnis um mehr als ein Drittel. Die Faserverkaufspreise konnten zu Jahresbeginn angehoben werden.

Sollte es in der Textilkonjunktur zu einem Abschwung kommen, könnte die Lenzing AG dies aus heutiger Sicht mit Zuwächsen im Nonwovens-Segment kompensieren, einem Markt, der sich weiterhin gut entwickelt. Um der steigenden Nachfrage nach Lenzing-Fasern zu begegnen, wird die Kapazität durch die Fertigstellung einer neuen Produktionsstraße Mitte 2001 in Lenzing ausgeweitet.

Lenzing Lyocell: Gute Nachfrage nach ProViscose und Nonwovens-Fasern

Die Produktion in Heiligenkreuz wird - nach einer Erhöhung der Plan- produktionskapazität im Vorjahr - kontinuierlich hochgefahren. Die Nachfrage nach ProViscose und Nonwovens-Fasern entw-ckelte sich zufrieden stellend. Die Lyocell LF-Faser - die neue Produktanwendungen ermöglicht - befindet sich in der Markteinführungsphase. Dem gegenüber steht die Abkühlung der weltweiten Konjunktur, woraus sich ein schwieriges Marktumfeld für Lyocell ergibt. Das Ergebnis im ersten Quartal 2001 hat sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verbessert, ist aber noch negativ.

Lenzing Fibers Corporation: Schwierige Rahmenbedingungen

Die Lenzing Fibers Corporation (LFC) kämpfte im ersten Quartal 2001 weiterhin an mehreren Fronten gegen den rückläufigen nordamerikanischen Textilmarkt. Die meisten US-Kunden in diesem Segment waren stark von den Billigimporten und dem US-amerikanischen Konjunkturabschwung betroffen. Steigende Importe von Nonwovens-Halbfabrikaten bremsten die im letzten Jahr gute Entwicklung des Nonwovens-Marktes. Aufgrund der nach wie vor hohen Zellstoffkosten sowie der stark gestiegenen Kosten für Natronlauge und Energie in den USA ist das Ergebnis der LFC trotz aller getroffenen Maßnahmen noch immer negativ.

South Pacific Viscose: Produktion auf Hochtouren

Die Faserproduktion des indonesischen Beteiligungsunternehmens South Pacific Viscose (SPV) läuft auf vollen Touren; im Februar 2001 wurde eine Rekordproduktion erreicht. Nach stark gestiegenen Zellstoffpreisen im Vorjahr hat sich im ersten Quartal ein Rückgang eingestellt. Dieser wurde jedoch durch die stark gestiegenen Preise für Natronlauge mehr als kompensiert. Die SPV versucht daher, die hohen Rohstoffkosten weiterzugeben.

Geschäftsfelder Folien, Technik und Papier

Lenzing Technik: Positive Entwicklung

Das Engineering- und Anlagebauunternehmen Lenzing Technik zeigte im ersten Quartal 2001 eine ausgezeichnete Entwicklung. Die Umsatzerlöse lagen deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres - maßgeblich dazu beigetragen hat die gute Auftragslage am Standort Lenzing. Aufgrund der guten Entwicklung der Deckungsbeiträge und der gering gehaltenen Fixkosten lagen die Ergebnisse über Plan.

Lenzing Plastics: Erfreuliche Auftragslage

Das erste Quartal entwickelte sich für Lenzing Plastics sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig erfreulich. Die Bereiche Kabelbändchen und technische Verbunde konnten erhebliche Steigerungen verzeichnen. Die Nachfrage aus dem Baustoffhandel lag unter den Erwartungen. Alle Produktgruppen lieferten gute Ergebnisbeiträge - besonders erfreulich entwickelten sich PEX-Produkte für die Heißgasfiltration.

Lenzing Papier: Ergebnis über Plan

Der Versand war aufgrund von Lagerstandsanpassungen der Großhandels- kunden rückläufig. Die branchenweite Marktberuhigung wurde vor allem bei den Recycling- und den Briefumschlagpapieren spürbar. Aufgrund des Rückganges der Zellstoff- und Altpapierpreise - deren massiver Anstieg das Jahr 2000 prägte - konnte das Ergebnis deutlich gesteigert werden.

Ausblick

Weiterhin gute Entwicklung

Die Lenzing Gruppe rechnet mit einem guten Jahr 2001. Die Rohstoffpreise werden sich voraussichtlich auch im 2. Quartal noch auf hohem Niveau bewegen. Im zweiten Halbjahr soll die Nachfrage nach Lenzing-Fasern aufgrund des Rückzuges einiger Mitbewerber in Japan, den USA und Europa weiter steigen. Lenzing konzentriert sich - wie bereits in der Vergangenheit - vor allem auf das wachsende Segment der Spezialfasern.

Aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen hat sich die Wachstums- dynamik bei Lenzing Lyocell verlangsamt. Die Lenzing Fibers Corporation rechnet mit einem schwierigen Jahr. Die Ergebnisentwicklung der South Pacific Viscose hängt davon ab, in welchem Ausmaß es gelingt, Kosten- steigerungen weiterzugeben.

Auf Basis der guten Nachfrage und bereits durchgeführter Kostensenkungs- programme blicken Lenzing Technik und Lenzing Plastics optimistisch ins Jahr 2001. Die rohstoffseitigen Entlastungen sollten eine gute Ergebnisent- wicklung von Lenzing Papier ermöglichen.

Ergebnis 1. Quartal 2001 der Lenzing Gruppe

Wichtige Kennzahlen nach US GAAP, auf Konzernbasis (in Mio. EUR)1-3/20011-3/2000
Umsatzerlöse162,2144,4
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT)11,57,4
Operatives Ergebnis (EBIT)12,39,0
EBITDA22,618,6
Jahresüberschuss nach Minderheitenanteil7,24,6

Endgültige Ergebnisse - Historisches Rekordjahr 2000

Die Lenzing Gruppe hat sich im Jahr 2000 erfreulich entwickelt. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) stieg von EUR 3,9 Mio im Vorjahr auf EUR 64,9 Mio und ist das beste in der Unternehmensgeschichte. Mit einem Plus von 75% auf EUR 107,4 Mio zeigt auch das EBITDA ein über- durchschnittliches Wachstum. Ermöglicht haben dieses Ergebnis der optimierte Produktmix und das straffe Kostensenkungsprogramm der letzten Jahre.

Die konsolidierten Umsatzerlöse stiegen von EUR 550,2 Mio auf EUR 664,1 Mio, das ist ein Plus von 21%. Das Geschäftsfeld Fasern stellte 63% des Umsatzes, Papier und Folien erwirtschafteten je 9%, Technik 3%.

Alle Produktionsanlagen waren voll ausgelastet. Die Gesamtproduktion der Lenzing Standorte erhöhte sich im Jahr 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 14% auf 335.000 Tonnen Fasern. Die Lenzing Gruppe konnte in den letzten zehn Jahren den Weltmarktanteil von 9% auf 20% anheben.

Die Eigenkapitalquote stieg von 32% auf 37%. Der ROCE erhöhte sich von 2% auf über 14%. Das Net Gearing entwickelte sich von 50% auf 44%. Für Investitionen wurden im Jahr 2000 EUR 45,3 Mio ausgegeben (1999: EUR 39,0 Mio).

Bilanz - AKTIVA31.12.2000
(EUR)
31.12.2001
(TEUR)
Umlaufvermögen
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten28.223.82130.676,5
Wertpapiere und Anteile62.550.79353.275,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 111.788.12189.052,2
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände25.226.21326.551,7
Aktive latente Steuern (kurzfristig)1.208.026 92,0
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe36.273.33631.663,1
Fertige und unfertige Erzeugnisse und noch nicht abrechenbare Leistungen36.341.43530.115,6
Gesamt Umlaufvermögen301.611.745261.426,8
Wertpapiere und Ausleihungen - langfristig 
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.148.231 1.148,2
Beteiligungen993.9712.761,6
Ausleihungen20.420.63618.106,2
Wertpapiere des Anlagevermögens21.846.34133.436,5
Gesamt Wertpapiere und Ausleihungen44.409.17955.452,5
Sachanlagevermögen 
Grundstücke3.414.829 2.513,8
Gebäude  67.772.017 69.554,8
Technische Anlagen und Maschinen 270.186.284  266.084,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung  9.950.593 10.122,5
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau13.335.797  16.311,0
Gesamt Sachanlagevermögen 364.659.520 364.586,7
Sonstige langfristige Vermögensgegenstände
Immaterielles Anlagevermögen5.382.5414.129,2
Wertrechte und sonstige langfristige Vermögensgegenstände2.726.3082.190,5
Aktive Latente Steuern (langfristig) 21.214.138  33.148,9
Gesamt sonstige langfristige Vermögensgegenstände29.322.98739.468,6
Gesamt AKTIVA740.003.431720.934,6
Bilanz - PASSIVA31.12.2000
(EUR) 
31.12.1999
(TEUR)
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern20.588.83711.546,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen61.268.17141.050,0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern6.458.812  0,0
Sonstige Verbindlichkeiten50.261.52445.826,2
Passive latente Steuern (kurzfristig) 906.614 454,4
Gesamt kurzfristige Verbindlichkeiten 139.483.958 98.876,9
Langfristige Verbindlichkeiten
Wandelschuldverschreibungen 53.414.533 53.414,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59.950.157   59.084,9
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern 66.852.293 68.414,0
Einlagen stiller Gesellschafter 7.942.978 7.504,8
Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen 65.498.077 131.158,5
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 27.836.704 27.276,3
Passive latente Steuern (langfristig) 47.819.742  43.120,0
Gesamt Langfristige Verbindlichkeiten 329.314.484 389.973,0
Anteile fremder Gesellschafter  64.717  52,2 
Eigenkapital 
Grundkapital 26.717.250 26.717,3
Kapitalrücklagen 63.599.592 63.599,6
Bilanzgewinn  172.218.114  132.598,4
Sonstiges, erweitertes Ergebnis  8.605.316 9.117,2
Kumuliertes, erweitertes Ergebnis 180.823.430 141.715,6
Gesamt Eigenkapital 271.140.272 232.032,5
Gesamt PASSIVA 740.003.431 720.934,6
Gewinn- und Verlustrechnung, nach US GAAP, auf Konzernbasis2000
(EUR)
1999
(TEUR)
Umsatzerlöse  664.101.324 550.224,9
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen  -521.820.975  -453.006,5
Bruttoergebnis vom Umsatz  142.280.349  97.218,4
Sonstige Aufwendungen  
Frachten -21.499.989 -17.220,4
Provisionen   -6.306.305  -4.875,4
Sonstige Vertriebskosten  -31.064.861  -27.466,4
Forschungs- und Entwicklungskosten  -13.342.279  -11.977,4
Allgemeine Verwaltungskosten  -25.362.115  -27.718,1
Übrige Aufwendungen   -614,6
Gesamt sonstige Aufwendungen  -97.575.549  -89.872,3
Effekt aus der vorzeitigen Erfüllung langfristiger Verpflichtungen 17.237.894 0,0
Sonstige Erträge  5.880.180 4.079,7
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Anlagen  -799.906  -2.257,0
Operatives Ergebnis67.022.9689.168,8

Finanzergebnis
Beteiligungsergebnis  -46.229  1.151,7
Zinsaufwand -10.481.183  -9.589,1
Zinsertrag 10.168.418   1.766,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge  -1.789.161  1.357,6
Gesamt Finanzergebnis  -2.148.155-5.313,5
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen64.874.8133.855,3

Steuern vom Einkommen und Ertrag
 -22.537.048 461,3
Jahresüberschuss vor Minderheitenanteil42.337.765 4.316,6
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn  -35.269  -29,5
Jahresüberschuss nach Minderheitenanteil 42.302.4964.287,1

Sonstiges Erweitertes Ergebnis
Veränderung Ausgleichsposten Währungsdifferenzen  -756.470  -811,1
Veränderung Unterdeckung Mindestpensionsrückstellung   1.692,5
Veränderung Bewertung Wertpapiere (available for sale) 244.563 0,0
Gesamt sonstiges erweitertes Ergebnis   -511.907    881,4
Erweitertes Ergebnis 41.790.589    5.168,5
Ergebnis je Aktie in EUR
Einfach 11,51 1,17
verwässert  10,62-
Freitag, 11. Mai 2001

Lenzing AG: Neue Termine

Aufgrund der laufenden kartellrechtlichen Verfahren und des von deren Ausgang abhängigen Eigentümerwechsels hat die Lenzing AG beschlossen, den Termin für die 57. ordentliche Hauptversammlung auf voraussichtlich Ende Juni 2001 zu verschieben. Das genaue Datum wird gesondert verlautbart.

Gleichzeitig gibt die Lenzing AG bekannt, dass die Veröffentlichung der endgültigen Jahresergebnisse 2000 und der Ergebniszahlen des 1. Quartals 2001 am 23. Mai stattfinden wird.

Wichtige Kennzahlen nach US GAAP,
auf Konzernbasis (in Mio. EUR)
199919981997
Umsatz 550,2547,4521,5
Operatives Ergebnis 7,313,1-21,2
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT)3,98,3-47,2
EBIT11,718,2-4,8
ROCE in % 1,31,9-4,8
Jahresüberschuss4,35,6-47,8
Gewinn pro Aktie (in EUR)12-8,2
Mitarbeiter316632064781
Mittwoch, 25. April 2001

Terminverschiebung

Terminverschiebung der Bekanntgabe der endgültigen Jahresergebnisse 2000 und der Ergebniszahlen des 1. Quartals 2001. Sobald die neuen Termine vorliegen, werden diese bekanntgegeben.

Mittwoch, 07. März 2001

Vorläufiges Ergebnis der Lenzing Gruppe - Rekordjahr 2000

  • Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 4 Mio auf EUR 65 Mio gestiegen
  • EBITDA legt um 75% zu – Umsatzplus von 21%
  • Starke Nachfrage nach Lenzing-Fasern
  • Preiserhöhungen umgesetzt
  • Weiterhin gute Aussichten

Die Lenzing Gruppe hat sich im Jahr 2000 hervorragend entwickelt. Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) stieg von EUR 4 Mio im Vorjahr auf EUR 65 Mio und ist das beste in der Unternehmensgeschichte. Mit einem Plus von 75% auf EUR 107 Mio entwickelte sich auch das EBITDA hervorragend. Die konsolidierten Umsatzerlöse stiegen von EUR 550 Mio auf EUR 664 Mio (+21%). Die Eigenkapitalquote beträgt 37% nach 32%.

Jochen Werz, Sprecher des Vorstandes der Lenzing AG, erklärt: „Der optimierte Produktmix und das straffe Kostensenkungsprogramm der letzten Jahre ermöglichten das Rekordjahr 2000. Preiserhöhungen – möglich aufgrund der guten Faserkonjunktur – verstärkten diese erstklassige Entwicklung.“

Geschäftsfeld Fasern

Lenzing AG: Kompetenzzentrum mit hohem Ergebnisbeitrag

Für die Lenzing AG lief das Jahr 2000 ausgezeichnet. Die positive Marktentwicklung und die anhaltend gute Nachfrage nach Lenzing-Fasern ermöglichten Preiserhöhungen. Der verbesserte Produktmix, eine Rekordproduktionsleistung, geringere Stückkosten und höhere Verkaufspreise kamen voll zum Tragen. Die Strategie, eigenständige Marken am Markt zu positionieren, zeigte einen überproportionalen Anstieg der Absatzmenge. Die Lenzing AG forciert mehr und mehr Spezialfasern – bereits 58% der Kapazitäten werden mit diesen technologieintensiven Produkten genutzt. Im Nonwovens-Segment – z. B. Fasern für Hygieneprodukte und Wischtücher – wurde im Jahr 2000 eine weitere signifikante Steigerung der Verkaufsmenge erzielt.

Lyocell: Verdreifachung des Umsatzes

Die positive Markttendenz hält weiter an. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr beinahe verdreifacht werden. Das Ergebnis ist zwar noch negativ, hat sich aber gegenüber 1999 deutlich verbessert. Die gute Entwicklung ist einerseits auf den optimierten Typenmix und andererseits auf die intensive weltweite Marketingstrategie zurückzuführen. Die Planproduktionskapazität wurde im Juni auf 20.000 Jahrestonnen angehoben, und ein weiterer Ausbau des Werkes in Heiligenkreuz ist bereits angedacht.

Lenzing Fibers Corporation (LFC): Konzentration auf Nonwovens

Die US-Tochter LFC begegnete dem rückläufigen Textilmarkt in den USA mit einer Konzentration auf den weniger zyklischen Nonwovens-Bereich. Die Umsetzung dieser Nischenstrategie schlug sich in einer Steigerung von Umsatz und Versandmenge gegenüber dem Vorjahr nieder. Preiserhöhungen sind trotz der deutlich gestiegenen Zellstoffpreise schwierig durchzusetzen. Der starke Dollar drückte auf die Exporttätigkeit. Trotz intensiver Gegensteuerungsmaßnahmen ist das Ergebnis der LFC negativ.

South Pacific Viscose (SPV): Deutlich über den Erwartungen

Im Jahr 2000 lief beim indonesischen Beteiligungsunternehmen SPV die Produktion auf Hochtouren und lag deutlich über den Erwartungen. Die Verkaufsmengen erreichten einen Höchststand. Realisierte Preiserhöhungen und geringerer Rohstoffverbrauch haben das Ergebnis positiv beeinflusst.

Geschäftsfelder Folien, Technik und Papier

Lenzing Plastics: Erfolgreicher Start in die Selbstständigkeit

Die per 1. April ausgegliederte Sparte Kunststoff-Folien, die unter Lenzing Plastics GmbH & Co KG firmiert, kann auf einen ausgezeichneten Start in die Selbstständigkeit verweisen: Lenzing Plastics erzielte im Jahr 2000 ein sehr gutes Ergebnis. Betriebsleistung und Umsatz stiegen gegenüber dem Vorjahr um 20%. Infolge der anhaltend starken Nachfrage verzeichnete Lenzing Plastics zum Jahresende einen überaus zufrieden stellenden Auftragsstand.

Lenzing Technik: Auftragsstand verdoppelt

Die verbesserte Konjunktur in den von Lenzing Technik belieferten Märkten spiegelt sich in den Auftragsständen wider, die sich Ende 2000 im Vergleich zum Jahresbeginn verdoppelten. Die Umsatzerlöse entwickelten sich zufrieden stellend. Das Ergebnis wurde von hohen Fixkosten beeinflusst, die aus der Integration der im Februar 2000 erworbenen „Beloit Austria“ resultieren. Die durch die Akquisition stark erweiterte Technologie- und Marktkompetenz lässt künftig Umsatz- und Ergebnisverbesserungen erwarten. Das im Juni mit der steirischen automationX gegründete Joint Venture „Lenzing Automation Systems“ bietet integrierte Automatisierungssysteme für technische Prozesse an.

Lenzing Papier: Optimierung des Produktmix

Lenzing Papier konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen – massive Rohstoff-preis-erhöhungen – ein positives Ergebnis erwirtschaften. Im Jahr 2000 wurde der Produktmix zu Lasten von Briefumschlagpapieren in Richtung margenstärkere Recyclingsorten optimiert und die Marktstellung weiter gefestigt. Mit knapp über 70.000 Tonnen erreichte Lenzing Papier einen neuen Höchststand bei Produktion und Versand. Im vierten Quartal gelang es, weitere Preisanhebungen durchzuführen.

Ausblick: Weiterhin positive Entwicklung

Natronlauge – ein für die Zellstofferzeugung wichtiger Rohstoff – wird sprunghaft teurer. Auch der Zellstoff zur Faserproduktion ist nach wie vor teuer, die Lenzing AG profitiert jedoch von der Integration am oberösterreichischen Standort. Sollte es in der Textilkonjunktur zu einem zyklischen Abschwung kommen, könnte Lenzing dies aus heutiger Sicht mit Zuwächsen im Nonwovens-Segment kompensieren. Die Nachfrage im Nonwovens-Markt ist nach wie vor sehr gut. Auch Lyocell entwickelt sich aufgrund der positiven Ordersituation zufrieden stellend. Die neu eingeführte LF-Faser wird weitere Umsatzzuwächse bringen.

Da sich die US-Wirtschaft offensichtlich schneller verlangsamt als ursprünglich erwartet und die Energiekosten deutlich steigen, rechnet die LFC mit einem schwierigen Jahr. Die SPV wird aufgrund der gestiegenen Kosten für Natronlauge die Preise erhöhen. Durch diese Preissteigerungen, fallende Zellstoffpreise und ein größeres Verkaufsvolumen sind Ergebniszuwächse geplant.


Aus den ausgezeichneten Auftragsständen erwartet Lenzing Plastics im laufenden Jahr weiterhin eine sehr positive Geschäftsentwicklung und Ergebnissteigerungen. Die große Nachfrage und bereits durchgeführte Kostensenkungsprogramme sollten die gute Entwicklung von Lenzing Technik fortsetzen. Die hohen Rohstoffpreise kompensiert Lenzing Papier mit bereits durchgesetzten Preiserhöhungen und rechnet besonders im Bereich Plakatpapier mit steigenden Umsätzen.

Der Ausblick ist sehr positiv. Die Lenzing Gruppe rechnet aus heutiger Sicht mit einem wiederum sehr guten Jahr 2001.

Vorläufiges Ergebnis der Lenzing Gruppe

nach US-GAAP, auf Konzernbasis 1999 in Mio EUR 2000 in Mio EUR

Wichtige Kennzahlen nach US GAAP,
auf Konzernbasis (in Mio. EUR)
19992000
Umsatzerlöse550664
EBITDA61107
Operatives Ergebnis (EBIT)967
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT)465
ROCE in %115
Eigenkapital232271
Eigenkapitalsquote in %3237
Bilanzsumme721740
Net Gearing in %5044 
Montag, 05. März 2001

Lenzing Gruppe verstärkt Aktivitäten in Fernost

Die Lenzing Gruppe forciert bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich die Vermarktung von Spezialfasern. Nachdem im Vorjahr die Lyocellkapazität verdoppelt wurde, wird nun auch die Modalproduktion kontinuierlich hochgefahren und damit ein weiterer Schritt gesetzt, die steigende Nachfrage nach Spezialfasern zu befriedigen.

Aufgrund des Rückzuges einiger Faserproduzenten in Japan wird Lenzing verstärkt die fernöstlichen Märkte - Japan, Südkorea, Taiwan und China - bearbeiten. Erst kürzlich wurde dafür eigens eine Repräsentanz in Hongkong, "Lenzing Asia", gegründet. Vor allem mit Modalfasern, auch für Produkte mit Sandwash-Optik, rechnet Lenzing Vorstand Dr. Franz Raninger mit raschen Erfolgen. "Für Lenzing ist Fernost ein bedeutender strategischer Wachstumsmarkt für Spezialfasern und wir werden die Angebotslücke, die durch die Stilllegung einiger Produktionsstandorte erfolgt, schnell füllen", so Raninger.

Donnerstag, 15. Februar 2001

Lenzing und Acordis

Übersetzung einer Presseinformation der Lenzing Fibers Corporation

Wie heute gesondert gemeldet, hat CVC - ein großer europäischer Private Equity Fonds und Mehrheitseigentümer von Acordis - eine Vereinbarung über den Erwerb der Mehrheitsanteile an der Lenzing AG erzielt. Weiters hat CVC die Bildung eines neuen Zellulosefaserunternehmens - "NewCo" - angekündigt, in dem die Lenzing AG und relevante Faseraktivitäten von Acordis kombiniert werden. Die Transaktion muss von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Vor diesem Hintergrund sind das Management von Lenzing und Acordis übereingekommen, Gespräche über ein US-amerikanisches Viskosestapelfaser-Joint Venture wieder aufzunehmen.

Cal Bonawitz
President & CEO
Lenzing Fibers Corporation

Donnerstag, 15. Februar 2001

Adhoc-Meldung

Die Bank Austria AG hat den Vorstand der Lenzing AG davon informiert, dass die Bank Austria- Gruppe die Aktien der Lenzing AG um 90 Euro je Stück an das österreichische Unternehmen "Zellulosefaser Beteiligungs- gesellschaft m.b.H.", ein Unternehmen der CVC-Gruppe, veräußert hat.
Der Erwerb steht unter der Bedingung der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Lenzing AG werden im Zuge des bevorstehenden Übernahmeverfahrens ausführlich dazu Stellung nehmen.

Donnerstag, 15. Februar 2001

Bank Austria verkauft ihre Lenzing-Anteile

  • Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH mit einem Kaufpreis von 90 Euro je Aktie klarer Bestbieter
  • Es entsteht der größte Zellulosefaserhersteller der Welt
  • Holding der neuen Unternehmensgruppe in Österreich
  • Lenzing-Standorte in Österreich werden ausgebaut

Die Bank Austria verkauft ihre 80-prozentige Beteiligung an der Lenzing AG zu einem Preis von 90 Euro je Aktie an die Linzer "Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH". Der Kaufpreis beträgt rund 270 Millionen Euro. Er wird Cash bezahlt und liefert der Bank Austria einen Buchgewinn von 52 Millionen Euro. Allfällige Gewährleistungsansprüche sind mit maximal 0,1 Euro je Aktie limitiert.

Damit erhält der Bestbieter den Zuschlag: Die Bank Austria hatte zwei verbindliche Angebote erhalten. Das zweite Offert lag mit einem Preis von 80 Euro je Aktie um 30 Millionen Euro oder umgerechnet 400 Millionen Schilling deutlich unter dem Angebot des Bestbieters.

Die Bank Austria verfolgt seit Jahren konsequent die Strategie, sich von Nicht-Bank-Beteiligungen zu trennen. Der Verkauf der Lenzing-Aktien ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Umsetzung dieser Strategie. Die Transaktion muß noch von den relevanten Kartellbehörden genehmigt werden.

Für die Lenzing AG und ihre Standorte in Österreich eröffnen sich durch die zukünftige Eigentümerstruktur neue Möglichkeiten: Lenzing wird eine führende Rolle in einer Unternehmensgruppe übernehmen, die nun neu entsteht. Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH, hinter der der internationale Private Equity-Spezialist CVC Capital Partners steht, übernimmt parallel die Zelluloseaktivitäten des europäischen Faserherstellers Acordis, dessen Aktien zu 64 Prozent von CVC-Fonds gehalten werden. Damit entsteht der größte Zellulosefaserhersteller der Welt mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Die Holding der neuen Unternehmensgruppe wird in Österreich stehen. Die Produktionen an den Standorten Lenzing und Heiligenkreuz werden weiter ausgebaut und damit Arbeitsplätze gesichert.

Die Zellulosefaser Beteiligungsgesellschaft mbH steht zu 54 Prozent im Eigentum von Private Equtiy-Fonds, die von CVC beraten werden. 18 Prozent der Gesellschafteranteile entfallen auf österreichische Co-Investoren, weitere 18 Prozent werden von Acordis gehalten, die restlichen 10 Prozent vom Management der neuen Gesellschaft.

CVC ist eine renommierte internationale Private Equity-Gesellschaft, die weltweit ein Investmentkapital von mehr als 5 Milliarden US-Dollar managt und in den vergangenen Jahren mehr als 200 Investment-Transaktionen durchgeführt hat.

(Source: Bank Austria AG)

Mittwoch, 24. Januar 2001

Lenzing AG weist kolportierte Notwendigkeit einer Gewinnwarnung entschieden zurück

Historisches Rekordergebnis im Jahr 2000 und auch 2001 ähnlich gute Entwicklung

Der Vorstand der Lenzing AG gibt bekannt, dass eine über die Medien kolportierte Meinung, wonach eine Gewinnwarnung der Lenzing AG zu erwarten sei, jeder Grundlage entbehrt. Das oberösterreichische Unternehmen wird im Jahr 2000 - wie bereits angekündigt - auf ein historisches Rekordergebnis verweisen können. Darüber hinaus wird sich das Ergebnis zumindest in der von Analysten prognostizierten Größenordnung bewegen. Das Jahr 2001 wird sich aus heutiger Sicht ebenfalls ähnlich gut wie das Rekordjahr 2000 entwickeln.

Der genaue Termin für die Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2000 wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben.