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LENZING Plastics > Über uns > Innovationen


Österreich am Himalaya mit Lenzing Profilen®

23.12.2008

Indien/Nepal 3. November 2008: Der Startschuss zum 18. Himalayan Stage Race fällt. 100 Meilen, 9000 Höhenmeter und  5 Tagesetappen später gewinnt Hubert Gantioler mit einer noch nie dagewesenen Distanz zum Zweitplatzierten den vielleicht härtesten Berglauf der Welt, am Himalaya auf den Grenzpfaden zwischen Indien und Nepal.
„Ich war perfekt vorbereitet, doch was mich letztlich dort am Berg erwartete, ahnte ich im vorhinein zum Glück nicht“, schmunzelt Hubert mittlerweile wieder.

Das gesamte Abenteuer verlief auf einer Höhe von 2400 bis 4000 Metern. Die Strecke war extrem steil und uneben. Um die 80 Starter waren 5 Tage lang unterwegs von einem Bergdorf zum nächsten. Die Siegerzeit von Gantioler: 14h 58min.

Die internationale Konkurrenz war sehr stark und die einzelnen Etappen enorm schnell. Die allesamt gut vorbereiteten Extremsportler lieferten sich täglich neue Duelle im Kampf um den Sieg am Himalaya.

Ich fuhr mit dem Ziel dort hin, den HSR zu gewinnen“, sagt Hubert Gantioler selbstbewusst. Die Taktik: von Anfang an attackieren. „Nachdem die ersten beiden Etappen voll aufgegangen sind und ich meine Mitstreiter bereits um einige Minuten distanzieren konnte, ging ich mein ganz geheimes Ziel an: alle 5 Etappen zu gewinnen. Etwas, das bis dahin noch niemand geschafft hat.“ 

Auch den am dritten Tag ausgerichteten Mount Everest Marathon gewann der Ausnahmesportler Gantioler. Dieser Marathon wurde neben den Teilnehmern des HSR auch von Startern gelaufen, die ausschließlich diesen bestritten, also noch ausgeruht waren. Gantioler gewann mit einer Zeit von 4h 32min auch diese Etappe.

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Facts:

• 5 Etappen, 100 Meilen (162 km), 9000 Höhenmeter.
• Strecken auf Höhen von 2500 bis 4000 Meter.
• 80 Teilnehmer aus 14 Nationen (USA, GB, Südafrika, Italien, Neuseeland, Kanada, Irland, Deutschland, Spanien, Österreich,…)
• Siegerzeit: 14h 58min
• König der Streckenrekorde:
- 2. Etappe 2h 42 (32 km und 1400 Höhenmeter)
- 4. Etappe 1h 26 (21 km und 500 Hm)
- 5. Etappe 2 h 06 (27,5 km und 700 Hm)

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Tagebuch:


3. November 2008, Montag – 1. Etappe:
Heute um 7.30 Uhr (indischer Zeit) wurde die erste Etappe des Himalayan Stage Race gestartet. Der Startschuss zu den ersten 24 Meilen (38,6 km) fiel in Maneybhanyjang auf 6600 ft (2000 m). Das Ziel in Sandakphu, dass es zu erreichen galt, liegt auf einer Höhe von 11815 ft (3.600 m). Dazwischen 2590 Höhenmeter und „einer der härtesten Bergläufe, die ich jemals gelaufen bin“. Mein Ergebnis lässt derzeit keine Wünsche offen. Mit einer Zeit von 4h 11min konnte ich meine Gegner hinter mir lassen und das erste Etappenziel vor allen anderen Teilnehmer erreichen. Was sich so locker anhört, war es allerdings keines falls. Noch nie habe ich so steile Straßen gesehen, auf der wir heute gelaufen sind. Und immerhin war ich 25 Jahre im Forstberuf tätig. Der Himalaya wird eine Herausforderung der Extraklasse.
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4. November 2008, Dienstag – 2. Etappe:
„Gestern war ein super Tag. Heute ein noch besserer“. Das war, was ich nach der zweiten Etappe gefühlt habe und ich per Satellitentelefon meinem Team zu Hause mitteilte. Ich war nach der harten ersten Etappe sehr gut regeneriert und ging wieder voll motiviert an den Start zur 2. Etappe. 20 Meilen (32 km) waren heute am „Fuße“ des Himalaya Gebirges zu bewältigen, wieder in Höhen von 3.600 Metern. Wunderschöne Ausblicke auf Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga - vier der fünf höchsten Berggipfel der Welt - hat man auf dieser Strecke. Aussichten die ich erst jetzt nach dem Lauf genießen kann.

Die erste Hälfte lief ich zügig aber kontrolliert. Es galt den Vorsprung auf meine Mitbewerber zumindest zu halten. Ab Kilometer 14 tauchten plötzliche Krämpfe in den Beinen auf. Ich hatte meinen Flüssigkeitsbedarf dringend auszugleichen, musste mehr trinken gleichzeitig aber den Magen nicht zu stark belasten. Ein Balanceakt.

Wende bei Kilometer 16: Am Wendepunkt angelangt, hatte ich mich wieder soweit erholt, zwei Minuten gut gemacht und wollte nun weiter Druck machen. Ich beschleunigte nochmals das Tempo, konnte dieses bis ins Ziel halten und ließ meine Gegner hinter mir. Ergebnis der 2. Etappe: weitere 12 Minuten Vorsprung auf die Mitbewerber. Nach diesem zweiten Tag führe ich nun insgesamt mit 26 Minuten. Dieser Zeit-Polster ist sehr beruhigend, doch ich weiß, die nächsten drei Tage werden nochmals hart.
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5. November 2008, Mittwoch – 3. Etappe
Die heutige Etappe - Marathondistanz – ist beendet. 26,4 Meilen (42,5 km) und 1700 Höhenmeter sind wir gelaufen. Paul Halford, ein spitzen Marathonläufer aus Großbritannien und mein direkter Konkurrent, fiel zurück und ich konnte weitere 30 Minuten gut machen. Ich denke, „nur wer fünf gute Tage hat, kann das Rennen gewinnen“. Also gilt es noch zwei weitere Tage alle Reserven voll auszuschöpfen – körperlich und mental.

Mit einer Zeit von 4h 30min. habe ich heute selbst diejenigen Teilnehmer distanziert, die nur diese eine Tagesetappe gelaufen sind, den sogenannten „Mount Everest Challenge Marathon“. „Ein extrem wilder Weg war das heute“, ich bin noch ziemlich überwältigt. Vor allem bergab war der Pfad „total rutschig und schlammig“.

Langsam beginnen die Strapazen zu zehren, „besonders das Fußgewölbe tut schon bei jedem Tritt weh, weil man so exakt laufen muss, um nicht auszurutschen“. Ich bin aber guter Dinge. Schließlich sind die drei längsten Etappen phänomenal beendet worden. Und die zwei folgenden sind ja „nur“ mehr 13 Meilen (21 km) und 17 Meilen (27 km) lang!

 „Jetzt befinden wir uns bereits auf etwas niedrigeren Höhen (2000 m) und da kommt auch Hunger und Durst endlich wieder“, vorher musste ich mich jeden Tag dazu zwingen, zu essen und zu trinken. Seit dem heutigen Tag habe ich mein gestecktes Ziel, den HSR zu gewinnen erweitert. Neue Herausforderung: Alle fünf Etappen gewinnen. Viel Kraft und Motivation sind dafür notwendig.
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6. November 2008, Donnerstag – 4. Etappe
„Ein extrem schnelles Rennen“, ich bin fast noch außer Atem, als ich mich, nach 13 Meilen (21 km) und ein „paar hundert“ Höhenmetern, am Satellitentelefon bei meinem Unterstützerteam zu Hause melde. Und ich möchte es hier betonen, neben den verschiedensten Techniken zur Motivation ist es genau dieses Team, das mich mental stärkt und mir Kraft gibt, um meine Ziele zu erreichen.

Heute ging es lange Strecken sehr steil bergab, „das Tempo war fast beängstigend“, aber ich ließ mich nicht abschütteln. Ich besann mich nochmals auf meine Stärke: „ins Ziel geht es 8 km bergauf, da weiß ich, das ich wieder Druck machen kann“. Zu guter Letzt habe ich bereits die vierte Etappe gewonnen. Mit einer Minute Vorsprung, nach 1h 27min habe ich das Ziel in Palmajua erreicht. Doch jetzt ist nur noch Leere. Am liebsten würde ich die fünfte Etappe gar nicht mehr laufen.

Doch - noch gilt es eine letzte Etappe zu bewältigen. 17 Meilen (27,4 km) geht es morgen noch einmal zur Sache. Täglich wird es schwieriger sich neu zu motivieren. Gespräche mit meinem Betreuer Georg Lanzinger (Lenzing Profilen), der mir bei jeder Etappe hilfreich zur Seite steht und ein längeres Telefonat mit meinem Unterstützerteam zu Hause halfen mir, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Spätestens hier wird klar, dass nicht der Körper alleine dieses Rennen gewinnt, vielmehr ist es die mentale Kraft, die jetzt entscheidet – über Sieg oder Niederlage.
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7. November 2008, Freitag – 5. Etappe
„Irgendwie geht es immer noch ein bisschen härter“, so dachte ich mir auf der heutigen letzten Etappe. Und heute war es knapp. Die 17 Meilen (27 km) asphaltierte Forststraße bergauf und vor allem auch bergab durch die Dörfer am Fuße des Himalaya, waren auch für den an zweiter Position liegenden Londoner Marathonläufer Paul eine Herausforderung, der er sich mit Höchstleistungen stellte.

Nach 20 km konnte ich mich immer noch nicht absetzen. Schon wollte ich den letzten Etappensieg aufgeben, im Bewusstsein, dass der Gesamtsieg sicher war. Es wäre so leicht.

Doch, „ein Rennen wird erst auf der Ziellinie abgerechnet, bis dahin kann man noch schauen, was man daraus macht“. Ich stellte mich noch einmal meiner ganz persönlichen mentalen Herausforderung, „dann machte ich noch ein letztes Mal Druck“, und …

… mit zwei Minuten Vorsprung lief ich auch die 5. Etappe als Gewinner ins Ziel.

2 Stunden 6 Minuten - das ist Streckenrekord dieser 17 Meilen-Etappe. Glück, Erschöpfung, Freude - die Gefühle im Ziel - unbeschreiblich.

„…  – über den Wolken muss das Laufen wohl grenzenlos sein!“


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Einer meiner Leitsprüche zum Abschluss: „Du bist geboren, um Erfolg zu haben. Niemand kann dich davon abhalten, außer du selbst.“


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Danke den Sponsoren und ganz besonders dem Hauptsponsor, der diese Rennen überhaupt ermöglicht hat:

LENZING PROFILEN Sportswear®  

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News

  • Montag, 07. September 2009

    Auf Qualität und Know-how zu setzen, zahlt sich aus!

    Ein Praxisbericht zur Langlebigkeit von Filtermedien hergestellt aus 100% Lenzing Profilen®

    Die Auswahl des geeigneten Filtermediums für eine Rauchgasentstaubung ist eine schwierige Entscheidung. Gerade deshalb lohnt es sich hier auf Erfahrung der Spezialisten und die Qualität der eingesetzten Materialien zu setzen. Lenzing Profilen® PTFE Stapelfasern sowie Web- und Nähgarne werden seit vielen Jahren erfolgreich in der Heißgasfiltration eingesetzt.

  • Mittwoch, 10. Juni 2009

    Personelle Änderungen in der Lenzing Plastics

    Johann Huber wird per 1. Juli 2009 zum Geschäftsführer der Lenzing Plastics GmbH ernannt. Als derzeitiger Leiter des Geschäftsbereichs Zellstoff der Lenzing AG übernimmt er nun die Geschäftsführung zusammen mit David Hoyland.

    Wolfgang Plasser, bisheriger Geschäftsführer neben David Hoyland, übernimmt die Position des Leiters  des Geschäftsbereichs Faser Nonwovens in der Lenzing AG.

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