Lenzing Gruppe

Fragen und Antworten

FAQ

Was sind man-made Cellulosefasern?

Aus natürlichen Rohstoffen (z.B. Holz) industriell hergestellte Fasern.

Woraus werden Lenzing Fasern gemacht?

Der Rohstoff für Lenzing Fasern ist Holz.

Lenzing produziert Zellstoff an zwei Standorten: in Lenzing, Österreich, sowie in Paskov, Tschechien. Am Standort Lenzing wird der für die Faserproduktion in Lenzing benötigte Zellstoff aus Buchenholz erzeugt. Durch die eigene Zellstofffabrik am Standort Lenzing ergeben sich große Integrationsvorteile.

In weiteren Verfahrensschritten werden vermarktbare Nebenprodukte (Co-Produkte) wie Essigsäure, Furfural und Xylose gewonnen. In den letzen Jahren ist es gelungen, die Nutzung der Holzsubstanz soweit zu steigern, dass mehr als die Hälfte des Holzes in hochwertige Produkte umgewandelt werden kann, der verbleibende Rest dient als wichtigster – biogener – Energieträger im Werk Lenzing.

Die Faserproduktionsstätten an den nicht integrierten Standorten werden mit Zellstoff versorgt, der zum Großteil auf Basis langfristiger Verträge sowie zu einem geringen Teil am freien Markt zugekauft wird. Weltweit gibt es nur wenige Zellstoffproduzenten, die Chemiezellstoff („Dissolving Pulp“) erzeugen. Die Lenzing Gruppe bezieht diesen Rohstoff aus Europa, Amerika und Südafrika.

Langfristig beabsichtigt Lenzing, bis zu zwei Drittel des für seine Faserproduktion notwendigen Rohstoffes Zellstoff selbst zu erzeugen.

Welche Rolle spielt Lenzing für die Forstwirtschaft?

Am Standort Lenzing werden jährlich etwa 1.000.000 Festmeter Holz angeliefert. Knapp 40% davon stammt aus Österreich, der Rest aus den umliegenden Ländern wie Slowakei, Tschechien, Deutschland oder Ungarn. Es wird ausschließlich Holz aus Wäldern bezogen, die dem Forstgesetz entsprechend nachhaltig bewirtschaftet werden. Die Lenzing AG (Standort Österreich) verarbeitet 95% des heimischen Buchenholzes, das beim Durchforsten (Vornutzung) und bei der Endnutzung anfällt. Dieses „Industrieholz“ kann aus Qualitätsgründen nicht  für höherwertige Anwendungen – z.B. in der Möbelindustrie – eingesetzt werden.

Was heißt „Nonwovens"?

„Nonwovens“ bedeutet wörtlich übersetzt „nicht gewebt“. Die aus diesen Fasern hergestellten Vliesstoffe finden ihren Einsatz in sensiblen Bereichen wie Hygiene, Medizin und Kosmetik.

Was bedeutet „integrierte Produktion“?

Vom Rohstoff Holz über die Zellstofferzeugung bis zur Faserproduktion befinden sich alle Stufen der Faserherstellung an ein- und demselben Standort. Der Standort Lenzing (Österreich) ist das größte integrierte Zellstoff- und Viscosefaserwerk der Welt.

Was sind die Hauptmärkte bei Lenzing Fasern?

Absatzmengen Kernmärkte

Quelle: Geschäftsbericht 2016

Wer ist Eigentümer?

Lenzing notiert seit 1985 an der Wiener Börse und ist seit 19. September 2011 im ATX gelistet (www.wienerborse.at/stocks/prime). Die B&C Privatstiftung ist gemeinsam mit ihren direkten bzw. indirekten Tochtergesellschaften mit einem Anteil von über 60% der Stimmrechte Mehrheitseigentümer der Lenzing AG. Die B&C Privatstiftung versteht sich als langfristig orientierter Kernaktionär der Lenzing AG mit dem Stiftungszweck zur Förderung der österreichischen Wirtschaft. Zusätzlich hält die Oberbank AG 4% der Stimmrechte, der verbleibende Rest ist Streubesitz.

Wo notiert Lenzing?

Prime Market der Wiener Börse (seit 19. September 2011 im ATX)

www.wienerborse.at/stocks/prime

Was ist TENCEL® (Lyocell)?

Eine von Lenzing entwickelte, neuartige und in einem höchst umweltfreundlichen Lösungsmittelverfahren hergestellte Cellulosefaser. Lenzing vermarktet diese Faser unter der Marke TENCEL®. Ihre Eigenschaften ermöglichen die Entwicklung und Herstellung neuer und innovativer Produkte.

Was ist Lenzing Modal®?

Eine durch veränderte Viscoseerzeugungs- und Spinnbedingungen verfeinerte Viscosefaser. Sie zeichnet sich durch besondere Weichheit aus und wird bevorzugt für hochwertige Wäsche und ähnliche Produkte eingesetzt. Die Faser weist verbesserte Gebrauchseigenschaften wie Festigkeit, Dimensionsstabilität u. a. auf. Lenzing vermarktet diese Faser unter der Marke Lenzing Modal®.

Was ist Lenzing Viscose®?

Regeneratcellulosefaser hergestellt nach dem Viscoseverfahren. Dabei wird die natürliche Cellulose zunächst als chemisches Derivat in Lösung gebracht und beim Spinnprozess wieder regeneriert, das heißt in Cellulose zurückverwandelt. Lenzing ist bei diesem Verfahren mit über 75 Jahren Erfahrung Umweltführer.

Macht Lenzing T-Shirts oder andere Textilien?

Nein, die Lenzing Gruppe produziert Fasern, aus denen von Spinnern Garne gemacht werden, die wiederum dann zu Stoffen verwebt oder verstrickt werden. Die fertigen Stoffe gehen an die Konfektionäre, die daraus Textilien herstellen.

Ist Lenzing umweltbewusst & sozial?

Den Prinzipien der #Nachhaltigkeit (siehe auch „Verantwortung“) wurde in unserem Unternehmen schon frühzeitig Rechnung getragen.

Lenzing sieht #Nachhaltigkeit nicht als eine auf kurzfristige Interessensabsicherung ausgelegte Strategie, sondern als langfristigen Prozess, der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte umfasst.

Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz und eine möglichst ökologisch verträgliche Produktion sowie wirtschafltiche Leistungsfähigkeit und die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze prädestinieren Lenzing für das Thema #Nachhaltigkeit.

Die Lenzing Gruppe nimmt mit ihren hohen Umweltstandards weltweit eine Vorreiterrolle in der Zellstoff- und Viscosefaserproduktion ein.

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