Fragen und Antworten
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Das Kerngeschäft der Lenzing Gruppe sind Fasern. In welchen anderen Bereichen ist man noch tätig?
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Was sind Man-made Cellulosefasern?
Aus natürlichen Rohstoffen (z.B. Holz) industriell hergestellte Fasern.
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Woraus werden Lenzing Fasern gemacht?
Lenzing produziert Zellstoff an zwei Standorten: in Lenzing, Österreich, sowie in Paskov, Tschechien. Am Standort Lenzing wird der für die Faserproduktion in Lenzing benötigte Zellstoff aus Buchenholz erzeugt. Durch die eigene Zellstofffabrik am Standort Lenzing ergeben sich große Integrationsvorteile. In weiteren Verfahrensschritten werden vermarktbare Nebenprodukte wie Essigsäure, Furfural und Xylose gewonnen. In den letzen Jahren ist es gelungen, die Nutzung der Holzsubstanz soweit zu steigern, dass mehr als die Hälfte des Holzes in hochwertige Produkte umgewandelt werden kann, der verbleibende Rest dient als wichtigster – biogener – Energieträger im Werk Lenzing.
Die Faserproduktionsstätten an den nicht integrierten Standorten werden mit Zellstoff versorgt, der zum Großteil auf Basis langfristiger Verträge sowie zu einem geringen Teil am freien Markt zugekauft wird. Weltweit gibt es nur wenige Zellstoffproduzenten, die Viscosezellstoff („Dissolving Pulp“) erzeugen. Die Lenzing Gruppe bezieht diesen Rohstoff aus Europa, Amerika und Südafrika.
Bis 2015 beabsichtigt Lenzing, bis zu zwei Drittel des für seine Faserproduktion notwendigen Rohstoffes Zellstoff selbst zu erzeugen.
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Welche Rolle spielt Lenzing für die Forstwirtschaft?
Am Standort Lenzing werden jährlich etwa 1.000.000 Festmeter Holz angeliefert. Die Hälfte davon stammt aus Österreich, der Rest aus den umliegenden Ländern wie Slowakei, Tschechien, Deutschland oder Ungarn. Es wird ausschließlich Holz aus Wäldern bezogen, die dem Forstgesetz entsprechend nachhaltig bewirtschaftet werden. Die Lenzing AG (Standort Österreich) verarbeitet 95% des heimischen Buchenholzes, das beim Durchforsten (Vornutzung) und bei der Endnutzung anfällt. Dieses „Industrieholz“ kann aus Qualitätsgründen nicht für höherwertige Anwendungen – z.B. in der Möbelindustrie – eingesetzt werden.
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Was heißt „Nonwovens"?
„Nonwovens“ bedeutet wörtlich übersetzt „nicht gewebt“. Die aus diesen Fasern hergestellten Vliesstoffe finden ihren Einsatz in sensiblen Bereichen wie Hygiene, Medizin und Kosmetik.
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Was bedeutet „integrierte Produktion“?
Vom Rohstoff Holz über die Zellstofferzeugung bis zur Faserproduktion befinden sich alle Stufen der Faserherstellung an ein- und demselben Standort. Der Standort Lenzing (Österreich) ist das größte integriert Zellstoff- und Viscosewerk der Welt.
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Was sind die Hauptmärkte bei Lenzing Fasern?
Quelle: Geschäftsbericht 2011
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Wer ist Eigentümer?
Die B&C Privatstiftung ist gemeinsam mit ihren direkten bzw. indirekten Tochtergesellschaften mit einem Anteil von über 50 % der Stimmrechte Mehrheitseigentümer der Lenzing AG. Die B & C Privatstiftung versteht sich als langfristig orientierter Kernaktionär der Lenzing AG mit dem Stiftungszweck zur Förderung der österreichischen Wirtschaft. Zusätzlich hält die Oberbank AG mehr als 5 % der Stimmrechte.
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Wo notiert Lenzing?
Prime Market der Wiener Börse (seit 19. September 2011 im ATX)
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Was ist TENCEL® (Lyocell)?
Eine nach dem „Lyocellverfahren“ hergestellte Cellulosefaser. Im „Lyocellverfahren“ wird reine Holzcellulose physikalisch in Lösung gebracht und direkt in die Faserform rückgeführt. Der dabei angewendete Lösehilfsstoff kann durch sein gutes Wassermischvermögen einfach aus der Faser entfernt werden, ist umweltverträglich, biologisch abbaubar und kann mit über 99% zurückgewonnen werden.
Lenzing vermarktet seine Lyocellfasern unter der Marke TENCEL®.
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Was ist Lenzing Modal®?
Lenzing Modal® ist eine Cellulosefaserspezialität, die sich durch besondere Weichheit auszeichnet und bevorzugt für hochwertige Wäsche u.ä. eingesetzt wird. Die Faser weist auch verbesserte Gebrauchseigenschaften (in Hinblick auf Festigkeit, Dimensionsstabilität, etc.) auf.
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Was ist Lenzing Viscose®?
Regeneratcellulosefaser hergestellt nach dem Viscoseverfahren. Dabei wird die natürliche Cellulose zunächst als chemisches Derivat in Lösung gebracht und beim Spinnprozess wieder regeneriert, das heißt in Cellulose zurückverwandelt. Lenzing ist bei diesem Verfahren mit über 70 Jahren Erfahrung Umweltführer.
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Macht Lenzing T-Shirts oder andere Textilien?
Nein, die Lenzing Gruppe produziert Fasern, aus denen von Spinnern Garne gemacht werden, die wiederum dann zu Stoffen verwebt oder verstrickt werden. Die fertigen Stoffe gehen an die Konfektionäre, die daraus Textilien herstellen.
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Wie kommt es, dass ein Faserkonzern Plastics und Engineering als Geschäftsfelder hat?
Diese Bereiche sind historisch gewachsen. Das Geschäftsfeld Plastics entstand aus der Notwendigkeit, Faserballen mit Kunststofffolie zu verpacken. Lenzing Technik entstand aus dem Kernbereich Viscosetechnik. Die historischen Geschäftsbereiche haben sich seither wesentlich in neue Produktbereiche und Märkte weiterentwickelt.
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Ist Lenzing umweltbewusst & sozial?
Den Prinzipien der Nachhaltigkeit (siehe auch „Nachhaltigkeit in der Lenzing Gruppe“) wurde in unserem Unternehmen schon frühzeitig Rechnung getragen.
Lenzing sieht Nachhaltigkeit nicht als eine auf kurzfristige Interessensabsicherung ausgelegte Strategie, sondern als langfristigen Prozess, der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte umfasst.
Die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz und eine möglichst ökologisch verträgliche Produktion sowie wirtschafltiche Leistungsfähigkeit und die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze prädestinieren Lenzing für das Thema Nachhaltigkeit.
Die Lenzing Gruppe nimmt mit ihren hohen Umweltstandards weltweit Vorreiterrolle in der Zellstoff- und Viscosefaserproduktion ein.

News
Lenzing Gruppe: Gutes Ergebnis im Rahmen der Erwartungen im ersten Quartal 2012
Neue Rekordversandmenge bei Fasern
Schwächere Faserpreise – Ergebnis unter dem ersten Quartal des Vorjahres
Unveränderter Ausblick 2012
Die Lange Nacht der Forschung in der Lenzing AG
90 Besucher bekamen einen umfassenden Einblick in die Lenzinger Faserwelt
