Beschlussvorschläge

  • Erstellungsdatum: 25.03.2015
  • Letztes Änderungsdatum: 25.03.2015

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71. ordentliche Hauptversammlung der Lenzing Aktiengesellschaft
Mittwoch, 22. April 2015, 10:30 Uhr

I. Beschlussvorschlag zu Punkt 2. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des im Jahresabschluss 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinnes

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Hauptversammlung möge folgenden

Beschluss

fassen:

„Die Verwendung des im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinns in Höhe von EUR 26.550.000,00 wird entsprechend dem Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands, der vom Aufsichtsrat gebilligt wurde, wie folgt vorgenommen:

  • Je dividendenberechtigte Aktie wird eine Dividende in der Höhe von EUR 1,00 an die Aktionäre ausbezahlt. Der Gesamtbetrag der Dividende beträgt daher 26.550.000,00
  • die Auszahlung der Dividende erfolgt am 29. April 2015

II. Beschlussvorschlag zu Punkt 3. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Hauptversammlung möge folgenden

Beschluss

fassen:

„Den im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Mitgliedern des Vorstands der Lenzing Aktiengesellschaft wird für diesen Zeitraum die Entlastung erteilt.“

III. Beschlussvorschlag zu Punkt 4. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Hauptversammlung möge folgenden

Beschluss

fassen:

„Den im Geschäftsjahr 2014 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats der Lenzing Aktiengesellschaft wird für diesen Zeitraum die Entlastung erteilt.“

IV. Beschlussvorschlag zu Punkt 5. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Festsetzung der Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Hauptversammlung möge in Übereinstimmung mit § 13 der Satzung und § 98 AktG folgenden

Beschluss

fassen:

  1. „Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014 beträgt:
    a. für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats: EUR 30.000,00
    b. für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats: EUR 25.000,00
    c. für jedes weitere Mitglied des Aufsichtsrats: EUR. 20.000,00
    d. für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und des Strategieausschusses, sowie für den Finanzexperten: EUR 5.000,00
    e. für den Vorsitzenden des Nominierungsausschusses und des Vergütungsausschusses, sowie für jedes Mitglied eines Ausschusses des Aufsichtsrats: EUR 2.500,00
  2. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält ein Anwesenheitsgeld für jede Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr 2014 in Höhe EUR 1.000,00.
  3. Jedes Ausschussmitglied erhält ein Anwesenheitsgeld für jede Ausschusssitzung im Geschäftsjahr 2014 in Höhe EUR 500,00 sofern diese nicht am selben Tag wie eine Aufsichtsratssitzung stattfand.“

V. Beschlussvorschlag zu Punkt 6. der Tagesordnung:

Wahl von fünf Personen in den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Hauptversammlung möge folgende

Beschlüsse

fassen:

  1. „Herr Dr. Felix Strohbichler, geboren am 27.05.1974, wird mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, in den Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft gewählt.“
  2. „Herr Dr. Veit Sorger, geboren am 10.06.1942, wird mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, in den Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft gewählt.“
  3. „Herr Mag. Helmut Bernkopf, geboren am 10.05.1967, wird mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, in den Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft gewählt.“
  4. „Herr Dr. Josef Krenner, geboren am 15.06.1952, wird mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, in den Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft gewählt.“
  5. „Frau Dr. Astrid Skala-Kuhmann, geboren am 07.09.1953, wird mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, in den Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft gewählt.“

Begründung

Gemäß § 8 Abs 2 der Satzung der Gesellschaft, scheiden alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung mindestens zwei Mitglieder aus dem Aufsichtsrat aus. Die ausscheidenden werden wie folgt bestimmt: in erster Linie scheiden diejenigen Mitglieder aus, deren Funktionsperiode abläuft. Trifft dies nicht mindestens auf zwei Mitglieder zu, scheiden diejenigen Mitglieder aus, die in ihrer Funktionsperiode am längsten im Amt sind. Ist die Zahl der hiernach für das Ausscheiden in Betracht kommenden Mitglieder größer als erforderlich, entscheidet unter den Mitgliedern das Los. Das Los entscheidet auch dann, wenn nach den vorstehenden Vorschriften die Ausscheidenden noch nicht bestimmt sind. Die ausscheidenden sind sofort wieder wählbar.

  1. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 22. April 2015 scheidet Herr Dr. Michael Junghans auf eigenen Wunsch aus.
  2. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 22. April 2015 scheidet Herr Dr. Veit Sorger gemäß § 8 Abs 2 der Satzung aus.
  3. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 22. April 2015 scheidet Herr Mag. Helmut Bernkopf gemäß § 8 Abs 2 der Satzung aus.
  4. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 22. April 2015 scheidet Herr Dr. Josef Krenner gemäß § 8 Abs 2 der Satzung aus.
  5. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 22. April 2015 scheidet Frau Dr. Astrid Skala-Kuhmann gemäß § 8 Abs 2 der Satzung aus.

Um die Zahl von neun gewählten Mitgliedern aufrecht zu erhalten, sind in der kommenden Hauptversammlung demnach fünf Mitglieder in den Aufsichtsrat zu wählen. Der Aufsichtsrat schlägt daher vor,

  1. Herrn Dr. Felix Strohbichler neu in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Wahl erfolgt ab Beendigung der kommenden Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsrats-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschließt. Dr. Strohbichler wird den Aufsichtsrat insbesondere durch seine Industrieexpertise verstärken.
  2. Herrn Dr. Veit Sorger wieder in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Wiederwahl erfolgt ab Beendigung der kommenden Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsrats-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.
  3. Herrn Mag. Helmut Bernkopf wieder in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Wiederwahl erfolgt ab Beendigung der kommenden Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsrats-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.
  4. Herrn Dr. Josef Krenner wieder in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Wiederwahl erfolgt ab Beendigung der kommenden Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsrats-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.
  5. Frau Dr. Astrid Skala-Kuhmann wieder in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Wiederwahl erfolgt ab Beendigung der kommenden Hauptversammlung bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsrats-Mitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschließt.

Die vorgeschlagenen Kandidaten für die Wahl oder die Wiederwahl in den Aufsichtsrat haben jeweils eine Erklärung gemäß § 87 Abs 2 AktG abgegeben. Diese ist ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich.

Gemäß § 87 Abs 3 AktG ist es vorgesehen, über jede zu besetzende Stelle in der kommenden Hauptversammlung gesondert abzustimmen.

VI. Beschlussfassung zu Punkt 7. der Tagesordnung:

Wahl des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Im Sinne der Empfehlung des Prüfungsausschusses schlägt der Aufsichtsrat vor, die Hauptversammlung möge folgenden

Beschluss

fassen:

„Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien wird zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 bestellt.“

VII. Beschlussfassung zu Punkt 8. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über ein „Genehmigtes Kapital“ sowie eine entsprechende Ergänzung der Satzung in § 4

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgende Änderung der Satzung im § 4 durch

Beschluss

fassen:

"(3) Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu EUR 13.778.412 durch Ausgabe von bis zu 13.274.000 Stück neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien zu erhöhen und die Art der Aktien, den Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen festzulegen.

Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht bei einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen."

Begründung

Die Lenzing AG möchte auch weiterhin ihre Marktchancen nutzen und die führende Marktposition durch Investitionen bzw. Akquisitionen ausbauen. Zur Finanzierung des zukünftigen Wachstumskurses soll dem Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates als eine zusätzliche Option auch die Eigenkapitalaufbringung ermöglicht werden.

Der Beschluss ermächtigt den Vorstand auch, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre unter den in der Einladung zur Hauptversammlung erwähnten Bedingungen auszuschließen. Der Vorteil für das Unternehmen besteht in der Möglichkeit, andere Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben und anstelle eines Barkaufpreises eigene Aktien zu leisten.

VIII. Beschlussfassung zu Punkt 9. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandelschuldverschreibungen auszugeben und über die Ermächtigung des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrates Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgenden

Beschluss

fassen:

„Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 13.274.000 Aktien der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und / oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 22. April 2020.

Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Wandelschuldverschreibungen von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht auf Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabebetrag der Wandelschuldverschreibungen zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht unterschreitet und der Wandlungspreis bzw. der Bezugspreis (Ausgabebetrag) der Bezugsaktien, jeweils nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Stammaktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren ermittelt wird und nicht unter dem Börsekurs der Aktien der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Tag der Ankündigung der Begebung der Wandelschuldverschreibungen liegt.“

Begründung

Die Emission von Wandelschuldverschreibungen stellt eine Alternative zu einer „einfachen“ Barkapitalerhöhung dar und bietet dem Unternehmen zusätzliche Flexibilität bei der Finanzierung.

Eine Wandelschuldverschreibung stellt zudem eine Alternative zu einer herkömmlichen Anleihe dar.

Der Beschluss ermächtigt den Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, Wandelschuldverschreibungen zu begeben und das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre unter den in der Einladung zur Hauptversammlung erwähnten Bedingungen auszuschließen. Der Vorteil für das Unternehmen besteht in der Möglichkeit einer beschleunigten und marktnahen Platzierung von Wandelanleihen und damit in einer Reduktion des Kurs- und Platzierungsrisikos.

IX. Beschlussfassung zu Punkt 10. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über ein „Bedingtes Kapital“ sowie eine entsprechende Ergänzung der Satzung in § 4

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, den § 4 der Satzung (Grundkapital und Aktien) zur Einführung eines bedingten Kapitals zu ändern. Die Hauptversammlung möge daher folgenden

Beschluss

fassen:

"(4) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 13.778.412 durch Ausgabe von bis zu 13.274.000 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, zu der der Vorstand in dieser Hauptversammlung vom 22.April 2015 ermächtigt wird, bedingt erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen bzw. jene, die zum Bezug oder Umtausch verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zum Bezug oder Umtausch erfüllen, und der Vorstand beschließt, diese Wandelschuldverschreibungen mit neuen Aktien zu bedienen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Stammaktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln (Grundlagen der Berechnung des Ausgabebetrages); der Ausgabebetrag darf nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen. Die neu auszugebenden Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das gesamte Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen. Entsprechendes gilt im Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Fall der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen nach den Wandelschuldverschreibungsbedingungen.

(5) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potentiell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital bereits ausgegebenen oder auszugebenden Aktien darf 13.274.000 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach Absatz (3) und (4)), wobei das Bezugs- oder Umtauschrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss."

Begründung

In Verbindung mit der Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen ist eine Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen notwendig. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen.

X. Beschlussfassung zu Punkt 11. der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Neufassung der Satzung im § 22 (Gewinnverteilung)

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, die Hauptversammlung möge folgende Änderung der Satzung im § 22 mit

Beschluss

fassen:

„Die Hauptversammlung beschließt alljährlich über die Verteilung des Bilanzgewinns. Die Hauptversammlung kann den Bilanzgewinn ganz oder teilweise von der Verteilung ausschließen. Die Änderungen des Jahresabschlusses, die hierdurch nötig werden, hat der Vorstand vorzunehmen.“

Begründung

Die Neufassung der Gewinnverteilung dient der Vereinfachung und entspricht den mittlerweile üblichen Satzungsbestimmungen zur Gewinnverteilung. Weiterhin bestimmt die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns, dh über dessen Ausschüttung (Dividende) oder dessen Ausschluss von der Verteilung (Vortrag auf neue Rechnung). Aus diesem Grund soll der § 22 neu formuliert werden.