Fasern

Viscose- und Modalfaserproduktion

Produktionsprozess Viscose/Modal

Die Herstellung von Fasern nach dem Viscoseverfahren ist ein chemisch-technologischer Prozess, der in mehreren Verfahrensstufen abläuft. Die einzelnen Schritte, die elektronisch gesteuert und permanent überwacht werden, sind ausschlaggebend für die Verarbeitbarkeit der Viscose und die Faserqualität.

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Zellstoff wird mit Natronlauge in Alkalicellulose umgewandelt. Durch Zusatz von Schwefelkohlenstoff bildet sich Cellulose-Xanthogenat. Das Xanthogenat wird in verdünnter Natronlauge gelöst, gefiltert, entlüftet, gereift und durch Düsen in ein schwefelsaures Fällbad versponnen.

Danach werden die Fasern verstreckt,geschnitten, entschwefelt und mit einer Natriumhypochloritlösung oder Wasserstoffperoxidlösung gebleicht. Zwischen den einzelnen Nachbehandlungsschritten wird die Faser immer wieder gewaschen. Nach der letzten Wäsche wird die sogenannte Avivage aufgebracht, um die Lauf- und Gleiteigenschaften für die weitere Verarbeitung zu gewährleisten.

Zum Abschluss werden die Fasern getrocknet und zu Ballen gepresst. Zinksulfat wird aus dem Abwasser entfernt beziehungsweise zurückgewonnen*. Die während des Spinnprozesses entstehenden schwefelhaltigen Gase werden erfasst und wiederum als reinste Chemikalien Schwefelkohlenstoff und Schwefelsäure zurückgewonnen. Aus den Einsatzchemikalien Schwefelsäure und Natronlauge wird das Co-Product Natriumsulfat erzeugt.

*nur am Standort Lenzing

 

 

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