Topsoe WSA
Das WSA-Verfahren dient der Rückgewinnung schwefelhaltiger Inhaltsstoffe aus der Abluft in Form von hochkonzentrierter Schwefelsäure unter gleichzeitiger Nutzung der entstehenden Prozesswärme zur Dampferzeugung.
Das Verfahren
Das WSA-Verfahren basiert auf dem Prinzip der Katalyse. Der H2S und CS2-haltige Abluftstrom wird im Brenner bzw. im Verbrennungskatalysator zu SO2 oxidiert.
Dieses SO2 wird mittels eines Schwefelsäurekatalysators zu SO3 umgewandelt und reagiert nach Abkühlung bei gleichzeitiger Dampferzeugung mit dem Wasserdampf zu Schwefelsäure (H2SO4). Durch anschließende Luftkühlung im WSA-Kodensator kondensiert die Schwefelsäure in handelsüblichen Konzentrationen von 96 – 98%.
Die anfallende Reaktionswärme kann gänzlich zurückgewonnen werden und ein etwaiger Wärmeüberschuss wird zur Dampferzeugung verwendet.
Der Prozess wird dem vorhandenen Abluftstrom entsprechend ausgelegt. Das erforderliche Erdgas kann im Bedarfsfall teilweise oder auch komplett durch Elementarschwefel ersetzt werden und ermöglicht somit eine zusätzliche Schwefelsäureproduktion. Bis 2008 konnten mehr als 80 WSA-Anlagen weltweit installiert werden.
Vorteile
Geringe Investitions- und Betriebskosten
- Keine chemischen Hilfsmittel
- Rückgewinnung als hochkonzentrierte H2SO4
- Nutzung von Reaktionswärme
- Hohe Prozessstabilität
Einsatzgebiete
- Faserindustrie
- Schwefelverarbeitende Industrie
- Petrochemische Industrie
- Chemische Industrie
- Pharmaindustrie
Support
Für nähere Einzelheiten zu dieser Produktgruppe wenden Sie sich bitte an:
umwelt-tech@lenzing.com


