CS2 Kondensation
Rückgewinnung von CS2
Die Technologie der Kondensation von Schwefelkohlenstoff aus hochkonzentrierten Abluftströmen stellt die effizienteste und gleichzeitig kostengünstigste Variante der
CS2-Rückgewinnung dar.
Das Verfahren
Bei dem speziell für Anwendungen in der Viscoseindustrie entwickelten Verfahren wird eine Mischung aus Dampf, CS2 und Luft mit einer Temperatur von etwa 95 °C aus der Vliesbildungseinheit (CS2 -Box) abgesaugt. Ein Großteil des Dampfes wird im Mischkondensator durch Zugabe von Warmwasser kondensiert.
Die eigentliche Kondensation von CS2 passiert in dem mit Kühlwasser beaufschlagten Wasserstrahlapparat. In einem Luftabscheider wird die Gasphase von der Flüssigphase getrennt. Die Gasphase enthält Luft und alle nicht kondensierten Gase, während die Flüssigkeitsphase aus Prozesswasser und kondensiertem CS2 besteht. Bedingt durch die im Vergleich zu Wasser höhere Dichte von CS2 setzt sich der Schwefelkohlenstoff im Settler ab und kann direkt in die Viscosefaserproduktion rückgeführt werden. Der Überlauf (Wasser) aus dem CS2- Settler wird gekühlt und dem Kreislaufwassersystem des Wasserstrahlapparates zugeführt.
Vorteile
- Geringe Investitionskosten
- CS2-Rückgewinnung ohne Aktivkohle
- Keine flüssigen oder festen Abfälle
- Einfache Prozessgestaltung
- Geringe Betriebskosten
Einsatzgebiete
- Viscoseverarbeitende Industrie
- Abluftströme mit hoher CS2-Konzentration


