Biogat
Reinigung schwefelhaltiger Abluftströme
Das BIOGAT-Verfahren eignet sich besonders für die Reinigung von Abgasen niedriger Konzentrationen (kleiner 1.000 mg/m³) von Schwefelkohlenstoff (CS2) und Schwefelwasserstoff (H2S).
Das Verfahren
Beim BIOGAT – Verfahren werden H2S und CS2 in verdünnte Schwefelsäure, CO2 und Biomasse umgewandelt. Dieser katalytische Abbau von CS2 und H2S wird durch eine selektive Population von Mikroorganismen erreicht, die sich auf der Trägerschicht (Füllkörper) festsetzen
Mit Schadstoffen beladenes Rohgas (1) durchströmt im Gleichstromprinzip zum Kreislaufwasser einen Rieselbettreaktor (BTF = Bio-Trickling-Filter), in dem die Mikroorganismen in mehreren Ebenen auf Füllkörpern immobilisiert sind. Die Abluft kommt dabei mit der Biomasse in Kontakt, die zugleich mit Kreislaufmedium (3) berieselt wird. Die Oxidation der schwefelhaltigen Stoffe im Rohgas wird durch die Biomasse katalysiert und führt zur Umsetzung in unschädliche Endprodukte.
Schwefelkohlenstoff wird dabei in zwei Schritten zu Schwefelwasserstoff und CO2 hydrolisiert, das gebildete H2S biologisch zu Schwefelsäure und CO2 oxidiert.
Die Mikroorganismen werden durch die Berieselung mit Nährstoffen versorgt, die in kleinen Mengen bedarfsgerecht dem Kreislaufwasser zugeführt werden.
Die biologischen Abbauprodukte werden durch das Kreislaufwasser von den Füllkörpern ausgewaschen und durch den Überlauf entsorgt. Das Reingas (2) wird über einen Kamin abgeführt.
Vorteile
- Höchste H2S und CS2 Abbauraten
- Modulares Anlagenkonzept
- Ausgezeichnete Anlagenverfügbarkeit
- Höchste Prozessstabilität
- Geringe Betriebskosten
- Reduzierte Abwassermengen
- Nahezu wartungsfrei
Einsatzgebiete
- Viscoseverarbeitende Industrie
- Schwefelverarbeitende Industrie
- Düngemittelindustrie
- Biogasanlagen
- Abwasserreinigungsanlagen



