Presseinformationen
Lenzing Technik erhöht Drehzahl für AL-KO
Montag, 29. August 2011
Engineeringspezialist automatisiert mit Robotik die Fertigung für Rasenmähergehäuse
Lenzing (OÖ), Obdach (Steiermark), September 2011 – Als einer der drei führenden Rasenmäher-Produzenten Europas erhöht AL-KO seine Drehzahl. Im Werk Obdach wird die Fertigung der Rasenmähergehäuse vollständig automatisiert. Vier Roboter sorgen in Zukunft dafür, dass alle 26 Sekunden ein Gehäuse produziert wird. Mit dieser Erhöhung der Produktionskapazität reagiert AL-KO auf eine gesteigerte Nachfrage. Für Konzeption, Programmierung, Montage und Inbetriebnahme des Prestigeprojekts bei AL-KO wurde die Lenzing Technik GmbH, Engineering Tochter der internationalen Lenzing Gruppe, engagiert. Ende Juni wurde der Auftrag erteilt, Mitte Oktober nimmt die Anlage im Werk Obdach bereits den Betrieb auf.
Rund 250.000 Rasenmäher verließen 2010 das Werk in Obdach. Bei einer Exportquote von 85 % sind Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Frankreich und die neuen EU-Mitgliedländer die Kernmärkte. Volle Auftragsbücher zwingen jetzt zur Kapazitätssteigerung, Potenziale dafür gibt es vor allem in der Fertigung der Rasenmähergehäuse. Die geplante Anforderung seitens AL-KO war durch eine vollständige Automatisierung in Zukunft alle dreißig Sekunden ein Gehäuse zu produzieren. Diese ohnedies knapp bemessene Vorgabe werden die Experten von Lenzing Technik nochmals um ganze vier Sekunden unterschreiten. In nur 26 Sekunden sollen in Zukunft die zugeschnittenen Stahlblechelemente tiefgezogen, gestanzt, gepresst, mit einem Verstärkungsgurt versehen und für die Weiterverarbeitung gestapelt werden. Zu schaffen ist das mit perfekter Synchronisation der bereits vorhandenen Pressen, Stanzen und Schweißgeräte mit dem von Lenzing Technik erstellten Automatisierungskonzept.
„Überzeugendes Gesamtkonzept“
„Das von Lenzing Technik vorgelegte Konzept hat sowohl technisch als auch logistisch unsere Vorgaben hervorragend erfüllt“, begründet AL-KO-Geschäftsleiter Klaus Rainer, der das 270 Mitarbeiter-Werk in Obdach führt, seine Entscheidung. Insgesamt vier Roboter vom Weltmarktführer Fanuc – einer davon mit integriertem Kamerasystem, um die gestanzten Teile millimetergenau aufzunehmen und anschließend in der Presse zu positionieren – samt magnetischer Greifarme und Förderstrecken ermöglichen eine Taktzeit von 26 Sekunden. „Die besondere Herausforderung liegt natürlich darin, die Roboter und die Fördersysteme genauestens auf die Arbeitszyklen der verschiedenen Maschinen einzutakten und in allen Prozessen Stehzeiten zu minimieren“, präzisiert Lenzing Technik-Geschäftsführer Herbert Hummer. Um in Zukunft alle Stanz-, Press-, Tiefzieh-, Schweiß- und Förderprozesse überwachen und synchronisieren zu können, haben die Experten aus Lenzing darüber hinaus eine zentrale Steuerung für die Gesamtanlage konzipiert.
Zeitdruck und Raumnot
Zuvor mussten jedoch noch zwei logistische Hürden gemeistert werden: Außerordentlicher Termindruck und Raumnot in der Produktionshalle. „Die Planung des hochkomplexen Automationsprozesses mit vier Robotern ohne die Möglichkeit zur räumlichen Erweiterung stellte zweifellos eine nicht alltägliche Herausforderung dar“, lobt Herbert Hummer die Kreativität seiner Robotik-Experten. Besondere Projektmanagement-Qualitäten beweist diese auch bei der Bewältigung des engen Zeitplans: Mit nur drei Wochen Produktionsunterbrechung wird die Anlage bereits Anfang Oktober montiert und Mitte Oktober den Betrieb aufnehmen.
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Rückfragehinweis:
Ing. Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Lenzing Group – Business Unit Engineering
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
E-Mail: r.canins@lenzing.com
