Presseinformationen
TGW stärkt Technologieführerschaft durch Kooperation mit Lenzing Technik
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Härtetest für Neuentwicklung in Spanien und Dänemark
Wels, Lenzing, Dezember 2010 - Kupplungsbremsrollen sind das Herzstück der Behälter- und Kartonfördersysteme von TGW Mechanics. Ein weltweites Patent sichert dem Welser Intralogistikspezialisten die Technologieführerschaft. Jetzt konnte die Kupplungsbremsrolle, die enormen Belastungen ausgesetzt ist, entscheidend verbessert werden. Dem Projektteam von Lenzing Technik ist es gelungen, deren Lebensdauer zu verdreifachen. Beim spanischen Handelsriesen Mercadona (1.289 Supermärkte) und beim dänischen Modekonzern Bestseller (Vero Moda, Jack & Jones) sind die völlig neu entwickelten Kupplungsbremsrollen bereits im Einsatz. Mehrere 10.000 Stück davon wird Lenzing Technik fortan pro Jahr an TGW liefern.
Um ein Höchstmaß an Stabilität für seine Behälter- und Kartonförderanlagen gewährleisten zu können, setzt TGW auf ein selbst entwickeltes und patentiertes Antriebs- und Bremssystem. "Dabei koppeln wir bis zu 40 Kupplungsbremsrollen an einen leistungsstarken Hauptantrieb“, erklärt TGW Mechanics Geschäftsführer Christoph Wolkerstorfer. „Damit minimieren wir die Gefahr, dass der Ausfall einer Einzelkomponente den gesamten Logistikprozess blockiert.“ Dennoch ist jede Kupplungsbremsrolle einzeln steuerbar. Um ein Paket zu stoppen, kuppelt sich die Kupplungsbremsrolle (kurz KBR) vom Antrieb ab und führt gleichzeitig die entscheidende und namensgebende Funktion aus: Sie bremst die Ladung bis zum Stillstand ab. Diese Technologie ist Basis für den weltweiten Erfolg der TGW Mechanics GmbH, die eine 98-prozentige Exportquote hat und Teil der TGW Logistics Group ist. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschafteten die 1.100 Mitarbeiter der TGW Logistics Group einen Umsatz von 221,5 Mio. Euro.
Zuverlässigkeit als Leitwährung
Bis zu 2.000 Kupplungs- und Bremsvorgänge erledigt eine KBR pro Stunde. Und das zum Teil unter härtesten Bedingungen. „Extreme Hitze oder Kälte, enorme Staubbelastung, Paketgewichte bis zu 50 Kilo oder wochenlanger Dauerbetrieb verlangen einer KBR alles ab“, präzisiert Geschäftsführer Wolkerstorfer. Um deren Lebensdauer noch weiter zu verbessern, haben die Mechatronik-Experten von Lenzing Technik die KBR völlig neu konstruiert und diese mit hochwertigsten Materialien neu assembliert. „Eine dreimal höhere Lebensdauer ist das Ergebnis dieser großartigen Engineeringleistung“, ist Christoph Wolkerstorfer zufrieden. „Zuverlässigkeit ist die Leitwährung unserer Branche. Mit der neuen Kupplungsbremsrolle bauen wir unseren Technologievorsprung weiter aus.“
Kompromisslose Qualitätskontrolle bei TGW
Lenzing Technik hat die neuen KBR konstruiert, Prototypen gefertigt und vor einigen Wochen auch die Serienproduktion gestartet. Derzeit bestehen die KBR u.a. in den Zentrallagern des Handelsriesen Mercadona in Spanien und des Modekonzerns Bestseller in Dänemark einen Härtetest unter Realbedingungen. Zuvor mussten sich die Kupplungsbremsrollen freilich bei TGW einer kompromisslosen Qualitätskontrolle unterziehen. „Dort wurden sie unter ständig wechselnden Bedingungen auf Herz und Nieren geprüft“, präzisiert Lenzing Technik Geschäftsführer Herbert Hummer, der auf die Leistung seiner Mitarbeiter stolz ist. „Um ein Produkt, das zuvor schon internationale Standards gesetzt hat, noch einmal so entscheidend zu verbessern, braucht man hervorragende Techniker mit einer guten Portion Kreativität.“ Für die Serienfertigung wurde ein mehrjähriger Vertrag unterzeichnet.
Über die Lenzing Technik GmbH
Die Lenzing Technik GmbH ist die Business Unit Engineering der Lenzing Gruppe und wurde 1999 als 100%-ige Tochter der Lenzing AG gegründet. Das Unternehmen ist in den Bereichen Faser- und Umwelttechnik, Zellstofftechnik, Filtration und Separation, Automation und Robotik, Anlagen- und Apparatebau, Mechanische Fertigung und Mechatronik sowie Industrieservice tätig. Lenzing Technik hat sich in diesen Bereichen als Partner für die Engineering-Leistungen, die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen, die Fertigung einzelner Komponenten oder die Montage und Instandhaltung etabliert.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit gut 620 Mitarbeitern ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro erzielt. Lenzing Technik zählt weltweit Unternehmen aus der Viscose- und Zellstoffindustrie, dem Maschinenbau, der KFZ- und Elektronikindustrie zu ihren Kunden. Darunter sind Eastman Chemical, General Electric Medical, Freudenberg, Futamura, die Energie AG, Austria Tabak, Wienerberger, Solvay, GM Powertrain, KTM, ÖBB, Eternit-Werke Hatschek, Infineon, OMV, Voest Alpine Stahl und Salinen Austria.
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Rückfragehinweis
Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Lenzing Group – Business Unit Engineering
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
E-Mail: r.canins@lenzing.com
