Presseinformationen

Österreichische Firmenkoalition vermisst Amazonas

Freitag, 24. September 2010

So-logic liefert in Kooperation mit Lenzing Technik neue Radartechnologie nach Brasilien

Wien, Lenzing, September 2010 – Fast ein Jahr lang hat das brasilianische Unternehmen Orbisat die Prototypen jener Hochfrequenz-Radargeräte getestet, die von der Wiener So-logic GmbH entwickelt wurden. Ab Dezember 2010 sind diese nun über dem Amazonasgebiet im Einsatz. Von Flugzeugen aus werden die Hochfrequenz-Radargeräte nicht nur den Regenwald vermessen und kartographieren, sondern auch den Baumbestand, Bodenschätze und allfällige Brandrodungen dokumentieren. Dafür werden die elektronischen Radarsignale in hoch auflösende Bilder umgewandelt. Orbisat und So-logic haben für die leistungsfähigen  Radargeräte eine völlig neue Elektrotechnik entwickelt, wobei die eingesetzten hochkomplexen Leiterplatten von der Lenzing Technik GmbH kommen.

Während Radar meist mit Flugraumüberwachung und  Geschwindigkeitsmessung in Verbindung gebracht wird, erlaubt die neuentwickelte Technologie auch die Produktion hoch auflösender Fotos. „Mit Radar kann man bei jedem Flugwetter Aufnahmen machen, auch wenn klassische Fotografie beispielsweise wegen dichter Wolken oder Dunkelheit nicht möglich wäre“, erklärt Peter Thorwartl, Gründer und Geschäftsführer von So-logic. Tatsächlich ist Radar den gängigen – etwa für Google Maps eingesetzten – Technologien überlegen. „Die Reflexion der elektromagnetischen Wellen, die das Radargerät aussendet, werden gemessen. Daraus können Bilder in unerreichter Präzision errechnet werden“, präzisiert Thorwartl.

Transatlantische Firmenkoalition
Die Umrechnung der elektromagnetischen Wellen in Bilddateien ist der Kernprozess in der bildgebenden Radarmessung. Dabei spielen die Leiterplatten aus Lenzing eine entscheidende Rolle. „Obwohl die High-Tech-Platinen aus 20 Lagen und rund 800 Bauteilen bestehen, sind diese nur 2,4 Millimeter dick“, erklärt Lenzing Technik-Geschäftsführer Herbert Hummer. In Brasilien konnte Orbisat keinen Partner finden, der die Hochfrequenz-Radargeräte in entsprechende Qualität produzieren kann. „Dank unserer exzellenten Geschäftskontakte nach Brasilien konnten wir den Auftrag schließlich nach Österreich holen“, betont Peter Thowartl. Orbisat beschäftigt an den Standorten Manaus, São José dos Campos und Campinas insgesamt 300 Mitarbeiter. Das auf Radar-Systeme für die Fernerkundung und Luftüberwachung spezialisierte Unternehmen hat 2009 einen Umsatz von 64 Mio. USD erwirtschaftet. Über den Auftragswert der gelieferten Radar-Geräte wurde Stillschweigen vereinbart.

Über die Lenzing Technik GmbH
Die Lenzing Technik GmbH ist die Business Unit Engineering der Lenzing Gruppe und wurde 1999 als 100%-ige Tochter der Lenzing AG gegründet. Das Unternehmen ist in den Bereichen Faser- und Umwelttechnik, Zellstofftechnik, Filtration und Separation, Automation und Robotik, Anlagen- und Apparatebau, Mechanische Fertigung und Mechatronik sowie Industrieservice tätig. Lenzing Technik hat sich in diesen Bereichen als Partner für die Engineering-Leistungen, die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen, die Fertigung einzelner Komponenten oder die Montage und
Instandhaltung etabliert.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit gut 620 Mitarbeitern ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro erzielt. Lenzing Technik zählt weltweit Unternehmen aus der Viscose- und Zellstoffindustrie, dem Maschinenbau, der KFZ- und Elektronikindustrie zu ihren Kunden. Darunter sind Eastman Chemical, General Electric Medical, Freudenberg, Futamura, die Energie AG, Austria Tabak, Wienerberger, Solvay, GM Powertrain, KTM, ÖBB, Eternit-Werke Hatschek, Infineon, OMV, Voest Alpine Stahl und Salinen Austria.

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Rückfragehinweis
Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Lenzing Group - Business Unit Engineering
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
E-Mail: r.canins@lenzing.com