Presseinformationen
Rückspülfilter in der Wasseraufbereitung
Dienstag, 24. August 2010
Bei der Filtration von VE-Wasser können Einsparungen von 50 % und mehr erreicht werden.
Der Bereich Filtration und Separation von Lenzing entwickelte vor etwa drei Jahren einen Rückspülfilter, der sich durch die Möglichkeit sehr feiner Filtration bei gleichzeitig hohen Feststoffgehalten auszeichnet. Seit der Markteinführung erschließt das Filter ständig neue Einsatzmöglichkeiten und liefert Spitzenergebnisse bei verschiedensten Anwendungen. So ist das Filter seit Dezember vergangenen Jahres im Einsatz zur Filtration von VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) in einem Industriekraftwerk.
Das VE-Wasser wird in einem mehrstufigen Prozess aus Flusswasser gewonnen. Eine Filterstufe zwischen der Entkarbonisierung durch Kalkmilch-Fällung und den anschließenden Ionentauschern wurde gemäß dem Stand der Technik bisher mit Sandfiltern realisiert.
Für einen Durchsatz von 108 ³/h benötigt das Kraftwerk einen Sandfilter von 3 Meter Durchmesser und über 5 Meter Höhe. Der Sandfilter wird mit sehr niedrigen Filtrationsgeschwindigkeiten betrieben, damit im Ffiltratabgang gesichert nicht mehr als 1 ppm (1 mg/l) Feststoff vorhanden ist. Dadurch kommt es nicht zur Verschlammung der Ionentauscher-Harze. Da es zur Betriebsunterbrechung während der Rückspülung kommt, muss bei einer Anlage mindestens ein Sandfilter extra für die Aufrechterhaltung des Filtrationsbetriebes, sowie ein Vorhaltevolumen für Rückspülflüssigkeit von mindestens 160 m³ eingeplant werden, die über den Zeitraum von 20 Minuten zur Rückspülung eines Filters benötigt werden.
Der RWF-Filter hat eine partielle Rückspülung. Dabei werden für eine Rückspülung nur ca. 20 bis 30l Wasser benötigt, dies dafür häufiger. Während der Rückspülung bleibt die Filtration an 95% der Filterfläche erhalten. Durch die spezielle Filtergeometrie kann wesentlich feiner filtriert werden bei gleichzeitig hören Schmutzanteilen. Die Abscheidekurve zeigt bereits bei 5 bis 6µm absolute Abscheideraten. Sogar bei 1µm werden immerhin noch 35% der Partikel abgeschieden. Im Falle des Sandfilterersatzes beträgt die Schmutzkonzentration im Filtrat permanent unter 0,5mg/l bei Zulaufkonzentrationen zwischen 35 und 150mg/l und einem Durchsatz von 120m³/h.
Für Anwender in der Applikation VE-Wasser ergeben sich durch den Einsatz vom RWF-Filter mehrfache Einsparungspotenziale neben deutlich weniger Komplexität. So können in der Investition rund 50 %, im Platzbedarf (umbauter Raum) und Gewicht jeweils über 95 % und bei der Rückspülmenge bis zu 75 % eingespart werden.
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Rückfragehinweis:
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