Presseinformationen
Wienerberger erhöht Effizienz in tschechischem Ziegelwerk
Montag, 19. Juli 2010
Lenzing Technik erhöht Produktionseffizienz in tschechischem Ziegelwerk
Lenzing, Novosedly (CZ), Juli 2010 – Mit 227 Werken in 27 Ländern hat sich die Wienerberger AG in den vergangenen Jahren zum weltweit führenden Ziegel-Produzenten entwickelt. Um diese Position langfristig auszubauen, muss die Produktion aufgrund der ständig steigenden Anforderungen des Marktes laufend optimiert werden. Im Ziegelwerk Novosedly (CZ) wurde daher vor kurzem die Automatisierung der „Nassseite“ technisch auf den neuesten Stand gebracht. Um dieses komplexe Projekt zu konzipieren und umzusetzen, entschied man sich bei Wienerberger zu einer Zusammenarbeit mit der Lenzing Technik GmbH. Im September 2009 konnte die neue Anlage nach einer knappen Projektlaufzeit von nur sieben Monaten wie geplant den Betrieb aufnehmen.
2.400 Ziegel durchlaufen pro Stunde die Produktionsstraße des Wienerberger-Werks in Novosedly. Als Nahtstelle zwischen Ziegelpressung und -trocknung kommt der Nassseite in diesem Prozess eine besondere Bedeutung zu. „Die Ziegel sind in diesem Stadium der Produktion noch feucht und müssen daher unbedingt schonend behandelt werden“, betont Gerhard Zeltner, Leitung Projekte CEE bei Wienerberger. „Die Planungen für dieses Projekt waren aber nicht nur in dieser Hinsicht komplex“, unterstreicht Herbert Hummer, Geschäftsführer von Lenzing Technik. „Zum einen war die Projektdurchlaufzeit knapp bemessen. Zum anderen muss jeder Teil des Systems präzise in den nächsten greifen, um die extrem kurzen Taktzeiten einhalten zu können.“
Präzises Roboterhandling für Spitzenprodukte
Dank einer ganzheitlich durchdachten Konzeption der gesamten Anlage und intelligenter Programmierung des Roboters wurden sämtliche Herausforderungen gemeistert. Mittels Line-Tracking verfolgt der Roboter nun jederzeit die genaue Position der Ziegel auf dem fahrenden Förderband und kann diese zu jeweils sechs Stück punktegenau mit einem eigens entwickelten Spezialgreifer abnehmen. Entscheidend dabei ist der Abstand zwischen den einzelnen Ziegeln, betont Herbert Hummer: „Die Ziegel liegen im Abstand von 15 cm auf dem Förderband, um eine optische Qualitätskontrolle zu ermöglichen. Im Trockner ist dieser Abstand aber deutlich kleiner.“ Daher reduziert das Robotersystem automatisch den Abstand zwischen den Ziegeln, dreht diese um 90° und legt sie anschließend in einer fix definierten Position auf Latten ab. Die Latten werden ihrerseits paarweise auf einem Elevator gestapelt, der diese anschließend zur Trocknung weiter transportiert.
Beziehungen sollen vertieft werden
Dank dieses ausgeklügelten Systems zum Ziegel-Handling habe man in Novosedly die optimalen Voraussetzungen geschaffen, um den hohen Anforderungen an Qualität und Produktionsgeschwindigkeit auch in Zukunft gerecht zu werden, erklärt Gerhard Zeltner: „Wir wollen mit unseren Produkten weiterhin einen Schritt voraus sein – auf diese Aufgabe sind wir nun bestens vorbereitet. Sämtliche Zeit- und Kostenpläne wurden eingehalten, die neue Anlage funktioniert reibungslos. Wir freuen uns darauf, die Beziehungen zu Lenzing Technik weiter auszubauen.“ Und auch Herbert Hummer zieht zufrieden Bilanz: „Sowohl das technische als auch das logistische Konzept für dieses Projekt haben sich bewährt. Ich bin stolz, dass wir dieses herausfordernde Projekt im Ziegelbereich erfolgreich und zur Zufriedenheit von Wienerberger abgewickelt haben.“
Über die Lenzing Technik GmbH
Die Lenzing Technik GmbH ist die Business Unit Engineering der Lenzing Gruppe und wurde 1999 als 100%-ige Tochter der Lenzing AG gegründet. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Faser- und Umwelttechnik, Zellstofftechnik, Filtration und Separation, Automation und Robotik, Anlagen- und Apparatebau, Mechanische Fertigung und Mechatronik sowie Industrieservice tätig. Lenzing Technik ist in diesen Bereichen bedarfsabhängig als Partner für die Engineering-Leistungen, die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen, die Fertigung einzelner Komponenten oder die Montage und Instandhaltung aktiv.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit gut 620 Mitarbeitern ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro erzielt. Lenzing Technik zählt weltweit Unternehmen aus der Viscose- und Zellstoffindustrie, dem Maschinenbau, der KFZ- und Elektronikindustrie zu seinen Kunden. Darunter sind Eastman Chemical, General Electric Medical, Freudenberg, Futamura, die Energie AG, Austria Tabak, Wienerberger, Solvay, GM Powertrain, KTM, ÖBB, Eternit-Werke Hatschek, Infineon, OMV, Voest Alpine Stahl und Salinen Austria.
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Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
E-Mail: r.canins@lenzing.com
