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Lenzing optimiert Produktionsprozess bei JTI

Montag, 19. Juli 2010

Seit 2007 ist Austria Tabak ein Teil von Japan Tobacco International (JTI). Mit dem Werk Hainburg ist JTI der einzige Tabakkonzern, der in Österreich eine eigene Produktion betreibt. Rund 250 Mitarbeiter produzieren dort rund 70 verschiedene Zigarettensorten, in Summe mehr als zehn Mrd. Zigaretten pro Jahr, die das Werk heuer in Richtung der 18 Länder umfassenden Region Central Europe verlassen. Mit einer aufwändigen Modernisierung der Prozesssteuerung im Schnitttabaklager bekräftigt JTI das Bekenntnis zum heimischen Standort und erweitert dessen Kapazitäten. Auf österreichisches Know-how hat JTI auch bei der Auftragsvergabe gesetzt. Geplant und realisiert wurde das komplexe Projekt von der Lenzing Technik GmbH. Die erste Phase des dreistufigen Prozesses wurde bereits beendet, die Phasen zwei und drei werden noch heuer abgeschlossen.

Vom Standort Hainburg aus bedient JTI den gesamten österreichischen Marktes und auch wesentliche Teile Europas. Täglich werden zwischen 30 und 36 Tonnen Tabak in der Aufbereitung verarbeitet, in Alukisten in das Schnitttabaklager ein- und von dort wieder an die Produktionsanlagen ausgeliefert. „Zigaretten bestehen je nach Sorte aus 15 bis 20 unterschiedlichen Tabaken. Dass die richtigen Tabaksorten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, ist daher für einen reibungslosen Produktionsablauf entscheidend“, betont Wolfgang Kellner, Engineering-Leiter in Hainburg. Um das zu gewährleisten, wird das Herzstück der Produktion – das Schnitttabaklager – derzeit von der Lenzing Technik GmbH technisch auf den neuesten Stand gebracht.


Prozessoptimierung in drei Phasen

Der erste Schritt wurde bereits im Herbst 2009 mit der Inbetriebnahme eines modernen Steuersystems für den Antransport des Tabaks, die Befüllung der Lagerkisten und deren Weitertransport in das Hochregallager gesetzt. Der nächste Schritt folgt in Kürze: Ab dem dritten Quartal wird auch die Auslagerung an die Produktionsmaschinen durch die in Lenzing entwickelten
Systeme gesteuert. Abgeschlossen wird der Modernisierungsprozess durch die Umrüstung des Regalbediengerätes im Hochregallager auf die neue Technologie. Damit werden die benötigten Positionen in Zukunft noch schneller lokalisiert und an den richtigen Ort transportiert. „Dank der Engineering-Kompetenz von Lenzing Technik können wir Verbesserungen in der Nachverfolgung der einzelnen Tabaksorten sowie auch in den Stehzeiten der Produktion erzielen. Mit jedem Schritt gestalten wir unseren Produktionsprozess noch stabiler“, ist Wolfgang Kellner überzeugt.

Zeitfenster optimal genutzt

Mit dem Projekt JTI Hainburg hat die Lenzing Technik eine besondere Herausforderung gemeistert, wie Lenzing Technik-Geschäftsführer Herbert Hummer betont: „Es war nicht nur unser erster Auftrag aus der Tabakindustrie, sondern wir mussten bei unserer Arbeit auch den besonderen Produktionsumständen Rechnung tragen.“ Denn als Herzstück der Produktion ist das Schnitttabaklager bei JTI jede Woche von Sonntag 22:00 Uhr bis Samstag 14:00 Uhr durchgehend in Betrieb. Während die Vorbereitungen unter der Woche erledigt wurden, blieben für die eigentlichen Arbeiten nur jeweils 24 Stunden Zeit. „Mit vorausschauender Planung und einem 3-Schicht-Betrieb haben wir die Zeitfenster optimal genutzt“, erklärt Herbert Hummer. Und auch Wolfgang Kellner ist zufrieden: „Gemeinsam mit Lenzing Technik haben wir die richtigen Schritte zu einem noch effizienteren Produktionsprozess gesetzt.“

Über die Lenzing Technik GmbH

Die Lenzing Technik GmbH ist die Business Unit Engineering der Lenzing Gruppe und wurde 1999 als 100%-ige Tochter der Lenzing AG gegründet. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Faser- und Umwelttechnik, Zellstofftechnik, Filtration und Separation, Automation und Robotik, Anlagen- und Apparatebau, Mechanische Fertigung und Mechatronik sowie Industrieservice tätig. Lenzing Technik ist in diesen Bereichen bedarfsabhängig als Partner für die Engineering-Leistungen, die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen, die Fertigung einzelner Komponenten oder die Montage und Instandhaltung aktiv.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit gut 620 Mitarbeitern ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro erzielt. Lenzing Technik zählt weltweit Unternehmen aus der Viscose- und Zellstoffindustrie, dem Maschinenbau, der KFZ- und Elektronikindustrie zu seinen Kunden. Darunter sind Eastman Chemical, General Electric Medical, Freudenberg, Futamura, die Energie AG, Austria Tabak, Wienerberger, Solvay, KTM, ÖBB, Eternit-Werke Hatschek, Infineon, OMV, Voest Alpine Stahl und Salinen Austria.

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Rückfragehinweis:
Lenzing Technik GmbH
Werkstraße 2, 4860 Lenzing, Austria
Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
Telefax: +43 (0) 7672 96858
E-Mail: r.canins@lenzing.com