Presseinformationen
GM Powertrain setzt für Effizienzsteigerung auf High-Tech-Roboter
Montag, 19. Juli 2010
In Wien Aspern wurde 1982 das größte Motorenwerk des General Motors (GM) Konzerns eröffnet. Heute fertigen gut 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk von GM Powertrain - Austria über eine Million Motoren und Getriebe pro Jahr, die weltweit in Autowerke von GM geliefert werden. Mit der Inbetriebnahme einer automatisierten Anlage zum Motorenhandling wurde jetzt die Effizienz weiter erhöht. Da GM Powertrain bei Planung und Entwicklung keine Kompromisse eingehen wollte, hat man dafür die Automatisierungs-Experten der Lenzing Technik GmbH engagiert.
Europaweit fährt ein Großteil aller Opel-Modelle mit Motoren und Getrieben aus Wien Aspern. Bis zur Einführung der automatisierten Handling-Anlage mussten die Mitarbeiter jährlich rund 450.000 Motoren händisch mit einem Hilfskran greifen, bevor sie zur Verladerampe transportiert werden konnten. „Um die Prozess-Sicherheit und die Effizienz zu erhöhen, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Bereich der Produktion zu automatisieren“, erklärt Rudolf Bös, Planungsverantwortlicher für die Motormontage bei GM Powertrain. Da das Projekt sowohl in konzeptioneller und technischer Hinsicht als auch in Hinblick auf die Arbeitssicherheit extrem anspruchsvoll war, entschloss man sich dabei zu einer Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner: der Lenzing Technik GmbH.
High-Tech-Roboter für höchste Präzision
Herzstück des von Lenzing Technik geplanten, programmierten und implementierten Systems ist ein FANUC-Roboter mit „integrated Robot Vision“ (iR-Vision). Dies ist eine integrierte Kamera zur Bilderkennung, welche Helligkeitsunterschiede wahrnimmt und mithilfe speziell programmierter Parameter blitzschnell errechnet, welche Teile vom Förderband abgenommen werden sollen. „Wir haben uns in Österreich als der Spezialist für Roboter des japanischen Weltmarktführers FANUC etabliert“, betont Herbert Hummer, Geschäftsführer von Lenzing Technik. „Da die Kamera bei FANUC direkt in den Roboter integriert ist, können wir unseren Kunden damit ein einzigartiges System aus einer Hand anbieten.“ Da der Roboter sowohl die Aufnahme- als auch die Ablagepunkte millimetergenau erkennt, sind ein reibungsloser Ablauf und die Erreichung der knappen Taktzeiten garantiert.
Ein Rädchen greift perfekt ins andere
Nach Aufnahme des Motors mit einem Spezialgreifer fährt der Roboter auf Verfahrschienen automatisch zu einer von mehreren Verladeboxen, platziert die Ladung präzise auf Paletten und fährt anschließend zurück zum Förderband – das alles in nur 23 Sekunden pro Motor. Sobald eine der Paletten voll ist, erhält der Staplerfahrer ein Signal, fährt nach Freigabe in die jeweilige Box, entnimmt die volle und platziert an ihrer Stelle eine leere Palette. Anschließend werden die vollen Paletten direkt zur Verladerampe transportiert. Um sicherzustellen, dass sich nach der Freigabe durch den Staplerfahrer wirklich niemand mehr in der Verladebox befindet, scannt das System den Raum routinemäßig, bevor der Roboter in diesem Bereich wieder abladen darf. „Damit setzt die gesamte Anlage sowohl in punkto Effizienz als auch in Hinblick auf die Arbeitssicherheit neue Maßstäbe in der Motorenproduktion“, ist Rudolf Bös überzeugt. „Seit Inbetriebnahme funktioniert die Anlage absolut zuverlässig. Wir sind sehr zufrieden und würden ein derartiges Projekt jederzeit wieder mit Lenzing Technik umsetzen.“
Über die Lenzing Technik GmbH
Die Lenzing Technik GmbH ist die Business Unit Engineering der Lenzing Gruppe und wurde 1999 als 100%-ige Tochter der Lenzing AG gegründet. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Faser- und Umwelttechnik, Zellstofftechnik, Filtration und Separation, Automation und Robotik, Anlagen- und Apparatebau, Mechanische Fertigung und Mechatronik sowie Industrieservice tätig. Lenzing Technik ist in diesen Bereichen bedarfsabhängig als Partner für die Engineering-Leistungen, die Realisierung schlüsselfertiger Anlagen, die Fertigung einzelner Komponenten oder die Montage und Instandhaltung aktiv.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit gut 620 Mitarbeitern ein Gesamtumsatz von rund 82 Mio. Euro erzielt. Lenzing Technik zählt weltweit Unternehmen aus der Viscose- und Zellstoffindustrie, dem Maschinenbau, der KFZ- und Elektronikindustrie zu seinen Kunden. Darunter sind Eastman Chemical, General Electric Medical, Freudenberg, Futamura, die Energie AG, Austria Tabak, Wienerberger, Solvay, GM Powertrain, KTM, ÖBB, Eternit-Werke Hatschek, Infineon, OMV, Voest Alpine Stahl und Salinen Austria.
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Rückfragehinweis
Mag. Robert Canins
Marketing Manager
Telefon: +43 (0) 7672 701-2311
E-Mail: r.canins@lenzing.com
