Presseinformationen

Lenzing baut in China und in Lenzing/Oberösterreich weiter aus

Montag, 29. März 2010

Die Lenzing Gruppe, Weltmarktführer bei Cellulosefasern, wird an den Standorten Lenzing (Oberösterreich) und Nanjing (China) erhebliche Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Umbauten tätigen. Am Faserstandort Nanjing (China) wird mit Investitionskosten von umgerechnet rund 55 Mio. EUR die Viscosefaserkapazität auf rund 140.000 Tonnen p.a. mehr als verdoppelt. Die Bauzeit wurde mit 18 Monaten festgelegt. Weiters wird am Standort Lenzing in den kommenden 15 Monaten um rund 23 Mio. EUR eine bestehende Faserproduktionsstraße schrittweise von Standard-Viscosequalitäten auf Modalfasern umgebaut.

„Wir setzen mit diesen Investitionen unseren bisherigen Wachstumskurs konsequent fort: Einerseits wird der Standort Lenzing als weltweit größter Cellulosefaser-Spezialitätenstandort weiter aufgewertet. Andererseits entsprechen wir durch die Kapazitätsverdoppelung in Nanjing der rasch wachsenden Nachfrage nach Standard-Cellulosefasern in Asien.“, kommentiert Lenzing-Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Untersperger die jüngsten Entscheidungen.

Das nunmehrige Programm ergänzt das im Dezember 2009 beschlossene, laufende 120 Mio. EUR Faser-Kapazitätserweiterungsprogramm. Durch den Ausbau in China und die für Mai 2010 vorgesehene Vollinbetriebnahme und das anschließende Debottlenecking der vierten Linie der indonesischen Tochter PT. South Pacific Viscose (SPV) erhöht sich die Produktionskapazität der Lenzing Gruppe in Asien auf rund 378.000 Tonnen p.a. Dies entspricht bereits der Hälfte der weltweiten Lenzing-Faserkapazitäten. Durch das nunmehr beschlossene Investitionsprogramm steigt die Lenzing-Faserkapazität bis zum Jahreswechsel 2011/2012 auf insgesamt rund 770.000 Tonnen jährlich. Ein neuer Viscosefaserstandort in Indien befindet sich zusätzlich in der Planungsphase.

Für den Ausbau der Modalkapazitäten am Standort Lenzing zu Lasten von Standard-Qualitäten sprechen zahlreiche Gründe. Friedrich Weninger, verantwortlicher Vorstand für das Fasergeschäft dazu: „In den vergangenen Jahren hat sich der Export von Modalfasern von Lenzing aus in die gesamte Welt – insbesondere auch nach Asien – bestens bewährt. Mit diesem Projekt wird auch die Spezialitätenstrategie am Standort Lenzing weiterentwickelt und abgesichert. Die Zellstoffintegration ermöglicht eine optimale Kontrolle und Steuerung des für die Qualität entscheidenden Produktionsprozesses vom Buchenholz bis zur Faser. Ebenso ist in Lenzing jahrzehntelanges Modalfaser-Produktions-Know-how vorhanden. Der Umbau kann vergleichsweise rasch und kostengünstig vorgenommen werden.“

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